Variation – Für immer oder nie von Rebecca Yarros

Klappentext

Verdient ihre Liebe eine zweite Chance?Allie kehrt nach einer schweren Ballettverletzung zur Regeneration nach Cape Cod zurück, wo eine Begegnung mit ihrem ehemaligen besten Freund längst vergessen geglaubte Gefühle und schmerzhafte Erinnerungen weckt. Hudson hat sie als Jugendliche vor dem Ertrinken gerettet, aber er hat sie auch nach dem Tod ihrer Schwester im Stich gelassen. Als Hudsons Nichte plötzlich vor Allies Tür steht und verzweifelt ihre leibliche Mutter finden will, gerät Allie in eine unmögliche Situation.

Erscheinungstermin:

25. Juli 2025

Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:

576 Seiten / 17 Stunden und 30 Minuten / Viola Müller und Max Hoffmann

Verlag:

dtV || Hörbuch Hamburg

Originaltitel:

Variation

ISBN:

978-3-423-26425-9

Tropes: Second Chance Romance; Small Town; Emotional Scars

Cover: (fließt nicht in die Bewertung ein)

Schreibstil:

Inhalt:

Fazit:

Spice: (Keine Bewertung – nur das Level)

Vielen Dank an dtV und netgalley für das Rezensionsexemplar. Das Bereitstellen dessen hat meine Meinung nicht beeinflusst.

„Danach ging es nur noch ums Tanzen, aber hey, jetzt bin ich Erste Solotänzerin, es hat sich also ausgezahlt.“

Variation – Für immer oder nie von Rebecca Yarros

Cover:

Das Cover von Varation – Für immer oder nie ist jetzt nicht mein allerliebstes, aber passt zum Genre und den Büchern in diesem. Ich mag die Farbgestaltung und es hat irgendwie auch diesen typischen Melancholischen Rebecca Yarros-Touch.

„Die Zeit war der Bösewicht, Hudson. Nicht du.“

Variation – Für immer oder nie von Rebecca Yarros

Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)

Allie Rousseau hat ihr Leben dem Tanz gewidmet. Erste Solotänzerin, immer diszipliniert, immer kontrolliert. Bis etwas passiert, das sie rausreißt – aus der Rolle, aus der Stadt, vielleicht auch ein bisschen aus sich selbst. Sie fährt zurück nach Haven Cove, einen Ort voller Erinnerungen, an Dinge, die passiert sind und nie ganz weg waren.
Und dann ist da Hudson Ellis. Jemand, der mal viel bedeutet hat. Zu viel vielleicht. Und plötzlich wieder da ist.
Zwischen alten Gefühlen, neuen Fragen und einer Vergangenheit, die sich leise zurückschiebt, entsteht eine Geschichte, die nicht neu anfängt, aber vielleicht weitergeht – anders als gedacht.

Was ich an Rebecca Yarros so sehr schätze, ist ihr Gespür für Figuren, die nicht einfach nur da sind – sondern etwas mitbringen. Etwas, das sie tragen. Etwas, das man zwischen den Zeilen spürt. Ihre Allie wirkt auf den ersten Blick, als hätte sie alles im Griff – strukturiert, kontrolliert, fast unantastbar. Aber je mehr man sie kennenlernt, desto deutlicher wird, dass sie eine Traurigkeit in sich trägt, die sie nie ganz losgelassen hat. Und dann ist da Hudson. Kein typischer Boob-Boyfriend, sondern jemand, der Allie wirklich kennt. Vielleicht besser, als ihr lieb ist. Hudson lebt selbst mit Schuld und Reue, und mit diesem tiefen Wunsch, es irgendwie wieder gut machen zu dürfen. Die Entwicklung zwischen den beiden, ganz typsisch Rebeccas Romance-Büchern, herzzerreisend, einnehmend, traurig und irgendwie wunderschön dabei. Und mittendrin: Juniper. Ein Kind mit Fragen, die sich eigentlich kein Kind stellen sollte, und daher viel Raum in der Geschichte einnimmt. Sie hat mich definitv am meisten berührt!

Rebecca Yarros schreibt wie immer einnehmend, klar und sehr emotional! Hier gab es wieder kleine Gesten, die mehr bedeuten als große Reden. Viele Szenen, die im inneren passieren und dadurch mehr Einfluss auf die Leser*Innen haben. Ich liebe ihre Art Figuren zu zeichen – Figuren mit Ecken und Kanten, Traumata und trotzdem oder vielleicht auch genau deswegen mit so viel Herz. In Variation geht es viel um Familienkostellation, um den Wunschen seiner Familie gerecht zu werden und sich dabei nicht zu verlieren. Und wie man jemanden gegenübertritt, den man in einem seiner schlimmsten Momente im Leben, allein gelassen hat.

Ich glaube, dieses Buch ist nichts für zwischendurch. Man sollte ein bisschen Platz im Kopf haben, vielleicht auch im Herzen. Weil da viel passiert, und man auch das ein oder andere Mal innehalten sollte. Es geht um Menschen, die tragen, was sie nicht loswerden. Um Erinnerungen, die nachhallen, obwohl man längst gedacht hatte, man wäre weiter.
Ich habe beim Lesen oft innegehalten. Nicht, weil etwas „Schlimmes“ passiert wäre, sondern weil es sich manchmal einfach schwer angefühlt hat – auf so eine stille, bohrende Weise. Und ich glaube, das sollte man vorher wissen.

Trigger: Tod eines Geschwisters, Schuld nach einem Unfall, Verlust durch körperliche Verletzung, schwierige Mutter-Tochter-Dynamiken, familiäre Geheimnisse, unerfüllter Kinderwunsch

„Ich war ein Träumer, der sich in eine Träumerin verliebt hatte, und nun war es an der Zeit, das Träumen sein zu lassen und zu handeln.“

Variation – Für immer oder nie von Rebecca Yarros

Fazit:

Variation – Für immer oder nie war wieder traurig, schön und am Ende perfekt aufgelöst – genauso, wie ich es von ihren Romance-Büchern kenne. Ihre Bücher sind für mich stets etwas besonderes, aber auf Grund ihrer Schwere oft für mich nicht zu leicht zu lesen. Das gilt auch hier wieder. Viele Themen, die einen belasten können, werden hier besprochen, aber in einer respektvollen und ruhigen Weise, ohne dabei zu sehr ins das Details zu gehen. Solltest Du gerne Dein Herz beim lesen etwas leiden lassen wollen, und Romance Bücher mit „älteren“ Protagonisten magst – dann wirst Du es lieben!

🦩🦩🦩🦩 🦩 – Ein Buch, dass mich wieder sehr hat weinen lassen, aber mir am Ende doch wieder das Herz zusammen gelickt hat!

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