Sinister Symphony von Marina Neumeier – Rezension

Sinister Symphony von Marina Neumeier – Whispers of Scandals Band 1 | Rezension

Klappentext

Er hat die Stimme eines Engels. Nur sie kennt seine finstere Seite.

Icaro Palladino, Sohn des größten Opernsängers aller Zeiten und selbst umjubelter Liebling der Opernwelt, ist Arias persönliche Nemesis. Sie ist sich sicher, dass sein Vater ihren ins Gefängnis gebracht hat. Doch als sie das Angebot einer gemeinsamen Europatour erhält, muss sie den deal with the devil eingehen. Obwohl Aria seit dem Skandal um ihren Vater unter falschem Namen singt, erkennt Icaro sie sofort. Seine Giuletta. Nachdem der Hass zwischen ihren Familien sie fünfzehn Jahre lang getrennt hat, entflammt nun eine Liaison zwischen ihnen, die von so viel mehr als Feindseligkeit befeuert wird. Und Wahrheiten ans Licht bringen könnte, die aus gutem Grund verborgen sind.

Erscheinungstermin:

10. September 2026

Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:

464 Seiten || 12 Stunden und 43 Minuten || Sarah Dorsel und Vincent Fallow

Verlag:

Loewe Intense || Lübbe Audio

ISBN:

978-3-7432-2510-7

Tropes: Rivals-To-Lovers; Forbidden Love; Slow Burn

Schreibstil:5 von 5 Flamingos

Sprecher*Innen:5 von 5 Flamingos

Inhalt5 von 5 Flamingos

Fazit:5 von 5 Flamingos

Spice: 3 von 5 Flamingos (Keine Bewertung – nur das Level)

Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)

Auf das neue Buch von Marina Neumeier habe ich mich sehr, sehr gefreut, weil Marinas Bücher für mich einfach zu meinen absoluten Must-Reads gehören und eigentlich schon mit dem Erscheinungstermin von mir gelesen werden müssen. Genauso war es natürlich auch bei Sinister Symphony. Dass wir hier außerdem eine Plus-Size-Protagonistin bekommen, hat mich natürlich sofort angesprochen und da ich wusste, dass ich die Lesung mit Marina moderieren darf, habe ich das Buch auch direkt gehört, als ich die Möglichkeit dazu hatte.

Ich muss auch hier wirklich wieder sagen: Wir haben ganz, ganz tolle Hörbuchsprecher*innen. Vincent Fallow gehört inzwischen zu meinen liebsten Hörbuchsprechern und ich muss sagen, dass er mir in Romance-Büchern wirklich immer besser gefällt. Er schafft es einfach sehr gut, Icaros selbstbewusste, manchmal etwas provokante Art einzufangen, aber gleichzeitig auch seine verletzlichen Seiten hörbar zu machen. Auch Sarah Dorsel als Aria war einfach nur toll anzuhören. Ihre Stimme hat für mich sehr gut zu Aria gepasst und ich mochte es wirklich sehr, ihr durch diese Geschichte zu folgen.

„Du bist mein Lieblingslied, aria mia.“

In Sinister Symphony begleiten wir Aria Shaw, eine junge Opernsängerin, die seit vielen Jahren unter einer neuen Identität in London lebt. Als sie für eine große Europatour engagiert wird, trifft sie ausgerechnet auf Icaro Palladino, den Sohn des Mannes, den sie für die Zerstörung ihrer Familie verantwortlich macht. Denn Icaros Vater soll dafür gesorgt haben, dass Arias Vater wegen Mordes im Gefängnis gelandet ist. Aria und Icaro kennen sich allerdings bereits aus ihrer Kindheit und obwohl der Hass zwischen ihren Familien sie fünfzehn Jahre lang voneinander getrennt hat, ist diese alte Verbindung sofort wieder da. Während sie gemeinsam durch Europa reisen, auf großen Opernbühnen auftreten und sich immer näherkommen, werden sie gleichzeitig mit alten Familiengeheimnissen, gefährlichen Mafia-Verstrickungen und Wahrheiten konfrontiert, die ihre gesamte Vergangenheit noch einmal verändern.

Marinas Figuren sind beide ganz, ganz toll ausgearbeitet. Aria ist mir sofort ans Herz gewachsen, weil sie so viele Dinge mit sich herumträgt, die ich unglaublich nachvollziehbar und gleichzeitig sehr sensibel dargestellt fand. Sie hat eine psychisch erkrankte Mutter, die ihr Leben und auch ihr Essverhalten kontrolliert, sie trägt sehr viel Verantwortung für ihre Familie und muss außerdem damit umgehen, dass ihr Körper von der Öffentlichkeit extrem bewertet wird, nachdem sie zugenommen hat.

Ich fand es wirklich spannend, dass Marina hier eine Protagonistin schreibt, die nicht einfach von Anfang an vollkommen selbstbewusst mit ihrem Körper umgeht. Aria muss sich in ihrem veränderten Körper erst wieder zurechtfinden, sie muss lernen, sich selbst anzusehen und nicht sofort all die Stimmen ihrer Mutter und der Öffentlichkeit zu hören. Und genau das hat sie für mich so greifbar gemacht. Ich mochte sehr, dass ihre Entwicklung nicht darin besteht, dass plötzlich alle Unsicherheiten verschwinden, sondern dass sie langsam wieder lernt, Raum einzunehmen und für sich selbst einzustehen.

Und Icaro … Icaro, ja. Ich liebe ihn wirklich. Ich weiß gar nicht, was ich dazu noch sagen soll. Icaro war ganz, ganz toll. Ich mochte es sehr, dass Marina ihm nach außen hin dieses leicht arrogante, selbstbewusste Bad-Boy-Image gibt, gleichzeitig aber eine absolute Green Flag aus ihm macht. Er ist provokant, er flirtet viel und er weiß natürlich ganz genau, wie gut er aussieht – aber sobald es um Aria geht, ist er aufmerksam, rücksichtsvoll und unglaublich beschützend.

Er sieht ihre Unsicherheiten, ohne sie dafür zu verurteilen, und gibt ihr immer wieder das Gefühl, dass sie mit ihrem Körper genauso richtig ist, wie sie ist. Gleichzeitig trägt auch Icaro selbst sehr viel mit sich herum und dadurch bleibt er für mich nicht nur dieser unfassbar attraktive Opernstar, sondern bekommt auch sehr viel Tiefe. Ich mochte seine verletzliche Seite wirklich sehr und fand es schön, wie Aria und er einander im Laufe der Geschichte immer wieder auffangen.

„Vielmehr sind wir gerade Sailor Moon und Tuxedo Mask – beide verkleidet, verwandelt in eine alternative Form ihrer selbst, die im Alltag nicht existiert.“

Was mir ebenfalls sehr positiv gefallen hat, ist, dass wir hier eine Romance bekommen, die trotz der Mafia-Verstrickungen und des Suspense-Anteils nicht zu schwer oder überladen wirkt. Die Mafia-Familie und die ganzen Geheimnisse geben der Geschichte eine zusätzliche Spannung, aber sie nehmen der Liebesgeschichte nie den Raum. Auch der Suspense-Anteil kam für mich genau richtig zum Einsatz. Er war immer präsent und hat die Geschichte vorangebracht, aber nicht so stark, dass man die Romance zwischen Aria und Icaro irgendwann nicht mehr gefühlt hätte.

Für mich war das alles wirklich sehr rund. Wir haben die Liebesgeschichte, die gemeinsame Vergangenheit der beiden, die großen Familiengeheimnisse, die Opernwelt und natürlich auch die Reise durch Europa. Und trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass einer dieser Bereiche zu kurz kommt oder die Geschichte in zu viele Richtungen auseinanderläuft.

Ich mochte auch das Setting unglaublich gerne. Wir reisen mit Aria und Icaro durch verschiedene europäische Städte und lernen dabei ganz unterschiedliche Opernhäuser und Bühnen kennen. Ich liebe es, dass beide Opernsänger*innen sind und ihre Verbindung deshalb nicht nur auf persönlicher Ebene funktioniert, sondern auch musikalisch. Gerade die gemeinsamen Auftritte haben für mich sehr schön gezeigt, wie sich ihre Beziehung verändert und wie sie immer mehr zu einem echten Team werden.

„Icaros goldene Augen wirken wie die Sonne, aber für mich ist er der Mond, der meine Gezeiten beherrscht.“

Marina hat außerdem einen unfassbar schönen Schreibstil. Ich liebe ihre Dialoge, weil sie spritzig, jung und einfach unterhaltsam sind. Die Gespräche zwischen Aria und Icaro haben mir unglaublich viel Spaß gemacht, weil sie sich ständig gegenseitig herausfordern und provozieren, aber man gleichzeitig immer merkt, wie viel zwischen ihnen mitschwingt. Auch die Szenen mit Icaros Brüdern haben die Geschichte immer wieder schön aufgelockert und dafür gesorgt, dass die dunkleren Themen nicht zu schwer wurden.

Ja, ich glaube, Ihr merkt inzwischen wirklich, dass ich dieses Buch und diese Autorin liebe. Marina gehört für mich einfach zu den Autorinnen, bei denen ich weiß, dass ich ihre Bücher lesen möchte, und Sinister Symphony hat mir wieder einmal gezeigt, warum das so ist.

Fazit:

Sinister Symphony von Marina Neumeier war für mich wirklich ein Jahreshighlight. Ich mochte das Opernsetting, ich mochte die Reise durch Europa und die verschiedenen Bühnen, auf denen Aria und Icaro gemeinsam auftreten. Ich mochte, dass beide Opernsänger*innen sind und dass ihre Verbindung dadurch auch musikalisch so schön spürbar wird.

Aria war für mich eine ganz tolle Protagonistin, deren Entwicklung ich sehr gerne verfolgt habe. Und Icaro habe ich natürlich gemeinsam mit ihr liebgewonnen. Die beiden haben für mich einfach wunderbar zusammen funktioniert und ich mochte sehr, wie viel Gefühl, Humor und Spannung Marina in ihre Beziehung gelegt hat.

Auch die gemeinsame Moderation beziehungsweise Lesung mit Marina ist für mich jedes Mal etwas ganz Besonderes und ich freue mich sehr, dass ich wieder über dieses tolle Buch mit ihr sprechen durfte.

von ganzem Herzen für Marina Neumeier, für Aria und Icaro und für dieses wunderschöne Buch.

🦩🦩🦩🦩🦩 – Von ganzem Herzen für Marina Neumeier, für Aria und Icaro und für dieses wunderschöne Buch.

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