Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste von Freida McFadden
Klappentext
Zwei Frauen. Ein Büro. Ein schreckliches Verbrechen.
Dawn Schiff ist seltsam. Darin sind sich ihre Kollegen einig. Sie sagt nie das Richtige. Sie hat keine Freunde. Aber sie ist jeden Morgen um Punkt 8:45 Uhr an ihrem Platz in der Firma, in der sie als Buchhalterin arbeitet. Bis sie eines Morgens nicht auftaucht. Dawns Kollegin Natalie Farrell wundert sich. Dann erhält sie einen anonymen Anruf und fährt zu Dawns Wohnung. Keine Spur von ihrer Kollegin. Doch Natalie bietet sich ein Bild des Grauens. Eins scheint bald klar: Jemand muss Dawn so sehr gehasst haben, dass er sie getötet hat. War es jemand aus ihrem Büro? Je mehr Natalie herausfindet, desto tiefer verstrickt sie sich selbst in ein Netz aus Lügen und Gewalt, aus dem es kein Entkommen gibt.
Erscheinungstermin:
26. März 2025
Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:
384 Seiten / 8 Stunden und 29 Minuten / Rebecca Veil und Monika Oschek
Verlag:
Heyne / Random House Audio
Originaltitel:
The Coworker
ISBN:
978-3-453-42948-2

Tropes: Thriller

Cover:
(fließt nicht in die Bewertung ein)
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Spice: — (Keine Bewertung – nur das Level)
Cover:
Das Cover von Die Kollegin ist mal wieder genau mein Ding – düster, clean und trotzdem so neugierig machend. Es fängt die Atmosphäre des Buches perfekt ein und passt wunderbar zu Freida McFaddens Stil. Ein absoluter Hingucker im Thriller-Regal und für mich optisch ein Volltreffer!
Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)
Freida McFadden hat mich schon mit Wenn sie wüsste total gepackt – deswegen war ich super gespannt auf Die Kollegin. Und auch wenn das Buch mich insgesamt gut unterhalten hat, kam der Spannungsbogen für meinen Geschmack etwas langsam in Fahrt.
Teil 1 war solide, aber noch nicht so ganz fesselnd. Erst ab Teil 2 kam für mich richtig Bewegung in die Geschichte – ab da hat sie mich mitgezogen. Der Schreibstil war wie gewohnt flüssig und gut lesbar, mit diesen kleinen psychologischen Nadelstichen, für die die Autorin bekannt ist.
Was Die Kollegin wirklich stark macht, ist das Thema Mobbing – und die Art, wie es dargestellt wird: subtil, verletzend, mit langfristigen Folgen. Das Buch zeigt eindringlich, wie sehr psychische Gewalt im Berufsalltag unterschätzt wird – und was sie mit Menschen machen kann.
Besonders spannend: Man weiß nie so ganz, wem man eigentlich glauben soll. Beide Protagonistinnen erzählen ihre Wahrheit – aber welche stimmt wirklich? Diese Unsicherheit hält die Geschichte permanent in Bewegung und sorgt für ein beklemmendes Gefühl, das bis zum Ende bleibt.
Der Plottwist? Kam nicht komplett überraschend – aber ich hatte ihn in einer etwas anderen Form erwartet. Und das letzte Kapitel hat für mich leider ein wenig zu viel gewollt. Es hat die Geschichte fast zu dramatisch abgerundet und wirkte dadurch leicht überzogen.
Fazit:
Die Kollegin ist ein psychologischer Thriller, der weniger mit Schockmomenten als mit psychischer Spannung arbeitet. Ein düsteres Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nicht klar ist, wer Opfer ist – und wer Täterin. Der Fokus auf Mobbing und die Frage nach Wahrheit und Wahrnehmung machen das Buch absolut lesenswert.
4 von 5 Flamingos 🦩🦩🦩🦩
Für ein vielschichtiges Thriller-Erlebnis, das unterhält, aber auch nachdenklich macht – mit kleinen Schwächen in der Spannungskurve, aber starker Botschaft.