How to kill a guy in ten ways von Eve Kellman
Klappentext
Warst du auch schon einmal auf einem seltsamen Date? Kannst du den creepy Typen an der Bar nicht loswerden? Hast du Angst, auf dem Heimweg verfolgt zu werden? Dann melde dich bei M.« Nach einem schrecklichen Date zu viel hat Millie Masters eine Hotline für Frauen ins Leben gerufen, die nachts nicht mehr alleine nach Hause gehen wollen: Message M.
Nachdem Millies Schwester in einer Partynacht vergewaltigt wird, hat Millie außerdem noch ein anderes Ziel: Sie will den Täter finden. Denn sie weiß, dass viele Männer am nächsten Abend einfach weitermachen. Eines Nachts ist die Verlockung, das Recht in die eigene Hand zu nehmen, zu groß.
Denn M kann auch für Mord stehen …
Erscheinungstermin:
28. Februar 2025
Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:
384 Seiten / 12 Stunden und 4 Minuten / Lisa Cardinale
Verlag:
Lübbe / Lübbe Audio
Originaltitel:
—
ISBN:
978-3-7577-0113-0

Tropes: Female Rage

Cover:
(fließt nicht in die Bewertung ein)
Schreibstil:![]()
Inhalt:![]()
Fazit:![]()
Spice: — (Keine Bewertung – nur das Level)
Vielen Dank an den Lübbe Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars! Das Bereitstellen dessen, hat meine Meinung nicht beeinflusst! Da ich das Buch als Hörbuch gehört habe, fallen die Zitate weg.
Cover:
Das Cover ist absolut auffällig – pink, verspielt, ein bisschen frech und trotzdem geheimnisvoll. Genau wie der Titel macht es sofort neugierig, ohne zu viel zu verraten. Für mich passt es perfekt zur Stimmung des Buches: eine ungewöhnliche Mischung aus Leichtigkeit, schwarzem Humor und sehr ernsten Untertönen.
Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)
Manchmal stolpert man über ein Buch, das irgendwie ganz anders ist – und genau das war How to Kill a Guy in Ten Days für mich. Ich habe es als Hörbuch gehört und war sofort eingenommen von der ungewöhnlichen Mischung aus Tragik, schwarzem Humor und einer Hauptfigur, die nicht so leicht zu greifen ist – aber gerade deshalb so spannend bleibt.
Millie ist laut, bissig, sarkastisch – und gleichzeitig trägt sie etwas ganz Zerbrechliches in sich. Das Buch spricht ein schweres Thema an: sexualisierte Gewalt und die Verarbeitung dessen. Das macht das Ganze emotional fordernd, aber auch wichtig. Die Triggerwarnung sollte man unbedingt ernst nehmen – dann kann dieses Buch eine sehr besondere, vielleicht sogar befreiende Leseerfahrung sein.
Der Schreibstil? Knallhart ehrlich, mit viel Wortwitz, aber auch einer gewissen Distanz. Ich mochte Millies Ton, ihren Sarkasmus, ihr Augenrollen – das war erfrischend. Aber genau dieser Stil hatte auch seine Schattenseiten: Manche Szenen wirkten dadurch weniger nahbar, und inhaltlich hätte ich mir an ein paar Stellen mehr Tiefe gewünscht.
Was mir beim Hören auffiel (und ehrlich gesagt irgendwann ein bisschen störte): Das Wort Erregung – in allen erdenklichen Varianten – kam gefühlt auf jeder zweiten Seite vor. Ein bisschen weniger davon hätte der Geschichte definitiv gutgetan.
Trotzdem hat mich das Buch in seiner Gesamtheit überrascht, zum Nachdenken gebracht – und nicht zuletzt mit seiner Unkonventionalität überzeugt.
Fazit:
How to Kill a Guy in Ten Days ist kein Wohlfühlbuch. Aber es ist eines, das etwas wagt. Und das bleibt. Wenn man sich auf Millie einlässt, bekommt man eine Geschichte, die laut ist, unbequem, manchmal drüber – aber auch ehrlich, schmerzhaft und mutig.