Playing the field von Ivy Bailey
Klappentext
Trendgenre Sports-Romance, leichtherzig und auf den Punkt erzählt von der unverwechselbaren Katy Birchall unter dem Pseudonym Ivy Bailey
Sadie hat nur ein Ziel: Sie will ihre Fußballmannschaft zur dritten Meisterschaft der Uni-Liga führen und ihren an Demenz erkrankten Vater damit stolz machen! Da kann sie Ablenkungen überhaupt nicht gebrauchen – erst recht nicht in Form des charmanten und unverschämt attraktiven Arlo Hudsons. Doch als der Trainer sie zum gemeinsamen Einzeltraining mit Arlo verdonnert, merkt Sadie schnell, dass das Herz nicht immer tut, was der Kopf ihm sagt. Und was passiert, wenn die beiden so viel Zeit miteinander verbringen? Verbessert sich ihre Technik – im Fußball? Oder im Küssen? Oder landet Sadie am Ende im Abseits?
Erscheinungstermin:
25. Juni 2025
Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:
320 Seiten / — / —
Verlag:
Fischer Sauerländer || —
Originaltitel:
—
ISBN:
978-3-7335-0913-2

Tropes: Sport Romance; Forced Proximity; Opposites Attract

Schreibstil:
Inhalt:
Fazit:
Spice: — (Keine Bewertung – nur das Level)
Vielen Dank an Fischer Sauerländer für das Rezensionsexemplar. Das Bereitstellen dessen hat meine Meinung nicht beeinflusst!
Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)
Sadie weiß genau, wofür sie spielt. Für den Sieg. Für den Moment, in dem die Scouts ihren Namen aufschreiben. Und vor allem für ihren Vater, dessen Demenz ihn Stück für Stück von ihr fortnimmt. Ihr Leben ist durchstrukturiert, jeder Tag darauf ausgerichtet, besser zu werden, schneller, präziser – bis Arlo Hudson in ihr Team kommt. Er ist neu, Amerikaner, selbstbewusst, mit einem Talent, das er lange nicht mehr genutzt hat, und einer Geschichte, die ihn vorsichtig macht. Was als widerwillige Zusammenarbeit beginnt, entwickelt sich zu einem Spiel voller Spannungen und unerwarteter Nähe, in dem nicht nur Tore zählen, sondern auch Vertrauen, Mut und die Frage, wie viel man bereit ist zu riskieren, wenn das Herz im Spiel ist.
Sadie trägt diese Geschichte durch ihre Mischung aus Ehrgeiz und verletzlicher Stärke. Sie ist eine Figur, die man nicht einfach nur mag – man versteht sie, weil sie Fehler macht, sich unter Druck setzt, manchmal zu hart mit sich ist, und gleichzeitig diese Wärme in sich trägt, die umso deutlicher wird, wenn sie lächelt, obwohl ihr gerade gar nicht danach ist. Arlo ist das Gegengewicht: charmant und anfangs provokant, aber mit einem weichen Kern, den man erst erkennt, wenn er ihn zeigt. Er bringt Leichtigkeit, aber auch Tiefe, weil seine eigene Vergangenheit ihn geformt hat. Beide haben Ecken und Kanten, und genau das macht sie so glaubwürdig. Sie gehen einem ans Herz, nicht weil sie perfekt sind, sondern weil sie sich entwickeln, aufeinander zugehen, sich fallen lassen, ohne sicher zu sein, dass es gut ausgeht.
Der Schreibstil hat mich sofort abgeholt, weil er unaufgeregt, aber schön erzählt. Ivy Bailey gibt ihren Figuren Raum, sie zeigt sie sowohl in Dialogen – die oft leicht und lustig sind – als auch in inneren Momenten, die tiefer reichen. Besonders bewegt hat mich, wie feinfühlig sie Szenen mit Sadies Vater gestaltet hat – man spürt die Zerrissenheit, die Liebe, das Festhaltenwollen, ohne dass die Worte schwer werden. Der Stil passt perfekt ins Genre und zur Altersempfehlung, weil er einerseits nahbar und leicht zugänglich ist, andererseits genug Tiefe hat, um auch erwachsene Leser*Innen zu berühren.
Ich würde das Buch ab etwa 14 Jahren empfehlen, weil die Themen zwar emotional, aber nicht zu belastend erzählt werden. Trigger können die Demenz des Vaters, Verlust und Schuldgefühle sein, aber sie werden sensibel behandelt. Empfehlen würde ich es allen, die Sports-Romance mögen, in der nicht nur das Spielfeld zählt, sondern auch die Menschen dahinter, und die Figuren schätzen, die wachsen dürfen, ohne dass es unrealistisch wirkt.
Fazit:
Playing the Field von Ivy Bailey hat mich begeistert, weil es keine überladene Liebesgeschichte ist, sondern ein Buch, das im richtigen Tempo geschrieben ist.
🦩🦩🦩🦩- Für ein warmes, echtes und nahes Buch, das ich sehr gern empfehle – nicht nur an Genre-Fans, sondern an alle, die Geschichten lieben, die ein bisschen tiefer gehen.