The Things We Leave Behind von Clare Furniss
Klappentext
Was, wenn du von zu Hause fliehen und alles zurücklassen musst? Ein berührendes Jugendbuch ab 14 Jahren
«Kümmer dich um Billie. Erinner dich an unsere Vereinbarung. Du hast mir etwas versprochen, ja?»
London in der nahen Zukunft. Clem feiert ihren 15. Geburtstag mit Freunden und Familie – ein letzter glücklicher Tag, bevor sich alles für immer verändert. Ein totalitärer Premierminister ist an die Macht gekommen. Unliebsame Bürger*innen verlieren ihre Jobs, Menschen mit nicht-britischen Wurzeln sollen ausgewiesen werden. Auch Clems Stiefmutter wird in ein Internierungslager deportiert. Als Unruhen ausbrechen und die Regierung immer gewalttätiger vorgeht, müssen Clem und ihre kleine Schwester Billie allein aus London fliehen. Sie machen sich auf den Weg aufs Land zu Clems Großvater. Dort lernt Clem Jonas kennen, der heimlich gegen die Regierung arbeitet und der ihr bald mehr bedeutet, als ihr lieb ist. Doch auch bei Großvater wird es zu gefährlich, und Clem und Billie müssen das Dorf verlassen. Werden sie einen Ort finden, an dem sie in Sicherheit leben können?
Eine ergreifende Geschichte über Liebe, Freundschaft, Mut, Hoffnung und Überleben. Ein dystopischer Jugendroman, der in heutiger Zeit erschreckend realistisch erscheint.
Erscheinungstermin:
13. August 2025
Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:
336 Seiten / — / —
Verlag:
Rotfuchs || —
Originaltitel:
—
ISBN:
978-3-7571-0195-4

Tropes: Politsches Jugendbuch; Dystopie

Schreibstil:
Inhalt:
Fazit:
Spice: — (Keine Bewertung – nur das Level)
Vielen Dank an Fischer Sauerländer für das Rezensionsexemplar. Das Bereitstellen dessen hat meine Meinung nicht beeinflusst!
„Wenn wir tausend davon haben, Clem, dann kommt Mama zurück.“
The things we leave behind von Clare Furniss
Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)
Clem lebt in London, zusammen mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter Claudia und ihrer kleinen Schwester Billie. Eigentlich beginnt die Geschichte fast ruhig. Ihr Geburtstag fühlt sich nach einem dieser seltenen schönen Tage an, die man am liebsten festhalten möchte. Aber nach und nach verändert sich alles. Erst nur ganz leicht im Hintergrund und irgendwann so sehr, dass nichts mehr sicher wirkt. Menschen verschwinden, Freiheiten werden eingeschränkt und diese Familie versucht irgendwie noch zusammenzuhalten, obwohl die Welt um sie herum immer mehr auseinanderfällt.
Clem hat mich als Protagonistin wirklich direkt abgeholt. Vor allem, weil sie eigentlich noch so jung ist und trotzdem ständig versucht, stark zu sein, besonders für Billie. Und gerade diese kleinen Momente zwischen den beiden sind mir total im Kopf geblieben. Wie Clem Geschichten erfindet, damit Billie weniger Angst hat oder wie sie zusammen die Papierkraniche falten. Diese Szenen waren gar nicht groß oder dramatisch und genau deshalb haben sie mich, glaube ich, so berührt.
Billie war für mich sowieso das Herz dieser Geschichte. Sie hat so eine kindliche Hoffnung in sich, obwohl um sie herum alles immer unsicherer wird. Und jedes Mal, wenn sie wieder an ihren Kranichen festhält oder an ihren kleinen Wünschen, hat mir das irgendwie wehgetan und gleichzeitig auch Hoffnung gegeben.
Auch Claudia mochte ich unglaublich gern. Sie hat etwas unglaublich Ruhiges und Warmes an sich und ist gleichzeitig jemand, der nicht einfach wegschaut, wenn etwas falsch läuft. Selbst später spürt man sie noch die ganze Zeit in der Geschichte. In Erinnerungen, in bestimmten Gedanken oder einfach in diesen kleinen Dingen, die bleiben.
„Manchmal ist das Einzige, was wir tun können, uns an den Händen zu halten und weiterzugehen.“
The things we leave behind von Clare Furniss
Der Schreibstil von Clare Furniss hat sich für mich unglaublich nah angefühlt. Und genau deshalb haben mich viele Stellen so getroffen. Diese kleinen Bilder mit den Schmetterlingen oder den Papierkranichen oder einfach Menschen, die sich gegenseitig festhalten, obwohl alles auseinanderfällt. Ich hatte beim Lesen immer wieder Momente, in denen ich kurz stoppen musste, weil irgendein Satz plötzlich so viel ausgelöst hat.
Ich würde das Buch ungefähr ab 14 Jahren empfehlen, vor allem weil Themen wie Abschiebung, Verlust, Überwachung und Gewalt eine große Rolle spielen. Nicht brutal beschrieben, aber emotional unglaublich präsent. Und ehrlich gesagt finde ich, dass dieses Buch aktueller kaum sein könnte. Für mich ist das genau die Art Geschichte, über die man sprechen sollte. Gerade auch in Schulen.
„Ich denke an die Geschichten, die sie mir erzählt hat. Und daran, wie sie in ihnen immer noch bei mir ist.“
The things we leave behind von Clare Furniss
Fazit:
The things we leave behind von Clare Furniss hat mich bei jedem Kapitel bewegt. Es hat mir gezeigt, wie zerbrechlich Sicherheit sein kann, und wie viel Halt in kleinen Momenten liegt – manchmal in einem gefalteten Kranich, manchmal in einer Hand, die nicht losgelassen wird.
🦩🦩🦩🦩🦩- Für ein Buch, das aktueller und wichtiger nicht sein könnte, mit einer Protagonistin, die ins Herz geht und einer starken Geschichte.