Interview mit Benjamin Cors, dem Autor des Buches „Nebelbeute“

Lieber Benjamin,
Ich bin so glücklich, dass du bereit bist, ein schriftliches Interview mit mir zu machen – vielen Dank für deine Zeit und dafür, dass du dabei bist!








© Bogenberger Autorenfotos, 2022

Lieber Benjamin, magst Du Dich einmal mit drei Wörtern beschreiben?

Meine Frau hat mal „lieb, lustig, treu“ gesagt, was natürlich als Thriller-Autor ein Desaster ist! Ich sage dennoch (weil sie einfach meine Frau ist): Lieb, Lustig, Treu.

Welches Buch hat Dich zum Lesen gebracht?

Der Herr der Ringe. Und davor die Brüder Löwenherz

Was hat Dich dazu gebracht zu schreiben und warum hast du Dich entschieden Thriller zu schreiben?

Weil ich einfach wirklich gerne Geschichten erzähle. Ich hab ausprobiert, ob ich das auch auf 400 Seiten könnte, was erfreulicherweise geklappt hat.

Thriller, weil ich Spannung und den Aufbau von Spannung sehr liebe. Ich bin weniger ein Psycho-Thriller-Schreiber, da kriege ich ja selbst Angst…

Wie sammelst Du Deine Ideen für deine Bücher?

Die sammel ich nicht, die kommen einfach. Oft in den absurdesten oder alltäglichsten Situationen, beim Autofahren oder Duschen. Viele vergesse ich, die Ideen, die bleiben, sind dann die guten.

Ein abgelegenes Dorf. Ein undurchdringlicher Wald. Eine Reise in die Vergangenheit: Der dritte Fall für Mila Weiss und Jakob Krogh!

Mila Weiss ist auf der Jagd. Tief in den Bergen will sie endlich ein Phantom aus ihrer Vergangenheit stellen: Johannes Toblach. Doch am Tag ihrer Ankunft wird eine Leiche in den Bäumen gefunden, gefangen in einem Netz aus Seilen. Und für Mila stellt sich die Frage: Ist sie die Jägerin oder die Gejagte? Stück für Stück kommt sie ihrem Ziel näher – bis sie plötzlich spurlos verschwindet.

Die Gruppe 4, geleitet von Jakob Krogh, macht sich sofort auf die Suche. Sie stoßen auf ein abgelegenes Bergdorf, in dem nur das Schweigen noch dichter ist als der Nebel. Das Team wird in das grausame Spiel eines Serienmörders verstrickt, der sich in den Schatten der Wälder verbirgt. Und ganz offenbar Mila in seiner Gewalt hat …

Plottest Du viel für Deine Bücher, oder schreibst Du eher drauf los?

Ich plotte schon die Grundzüge: Motiv, Täter, Opfer, die wichtigsten Stränge und logischen Aufbauten. Aber dann lass ich mich auch ein bisschen treiben, beim Schreiben selbst kommen die besten Ideen.

Wie bist Du an die Gruppe 4 herangegangen? Wie hast Du die einzelnen Figuren geformt?

Ich habe mir Fotos ausgedruckt, von Schauspielern, die ich da sehe. Dann habe ich Charaktermerkmale entwickelt, Hintergründe und mögliche Brüche. Das ging alles relativ schnell und hat Spaß gemacht.

Gibt es einen der Menschen der Gruppe 4, die Dir ähnlich sind?

Ein bisschen Jakob, mit seiner Melancholie. Aber generell komme ich nie vor in meinen Figuren.

Was ist die Herausforderung aber auch das Tolle am Schreiben Deiner Ermittlergruppe? 

Eine Gruppe Menschen neu aufzustellen, sie mit Inhalten zu füllen, ist immer spannend. Gleichzeitig muss ich den Überblick behalten, wer steht in welchem Band gerade wo in seinem Leben?

Du schreibst auch aus der Sicht des Antagonisten, was sind die Vorteile daran, oder was ist daran auch herausfordernd? 

Das macht einfach Spaß, weil es die Erzählstruktur bricht und wir eintauchen können in die dunkle Seite der Handlung. Wir sind dann dabei, wenn Böses passiert, wir möchten aber auch wissen, was diesen Menschen antreibt. So bekommt das Böse ein zumindest halbes Gesicht, die andere Hälfte erarbeiten wir uns dann beim Lesen.

Wie kamst Du auf die Idee zu „Nebelbeute“? 

Die Handlung ergibt sich ein bisschen aus dem Ende von „Aschesommer.“ ich wollte ein kleines, abgeschirmtes Setting, einen Ortswechsel, der eine neue Stimmung ermöglicht. Das Thema „Jagd“ stand schnell fest, und ich mag sehr, wohin das Ganze führt…

Was sollte ich wissen, wenn ich mit dem dritten Band der Reihe starten wollen würde? (Was ein großer Verlust wäre 🙂

Es braucht nicht viel, alles ist gut lesbar, hoffe ich. Mila ist eine Getriebene, sie sucht Erlösung von einem Fall, bei dem sie zwei Mädchen im Stich gelassen hat (so sieht sie es…). Was den Rest betrifft: Einfach die ersten beiden Bände hinterher lesen!

Wie schaffst Du Dir einen Ausgleich zu Deinen doch sehr einnehmenden Thrillern? 

Ich schreibe gerne Kurzgeschichten, die ich dann bei Lesungen einsetze. Schöne, leichte Alltagsgeschichten.

Wie lange dürfen wir denn die Gruppe 4 noch begleiten? 

Ich schreibe gerne Kurzgeschichten, die ich dann bei Lesungen einsetze. Schöne, leichte Alltagsgeschichten.

Was wünschst Du Dir, dass Leser*Innen beim Lesen Deiner Bücher mitnehmen? 

Einen guten Lesemoment. Den Gedanken, dass ein Buch so wunderbar ist, dass wir dringend das nächste zur Hand nehmen müssen. Und das Handy weglassen. Was mir auch nicht immer gelingt.


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