Die Mitternachtsreise von Matt Haig
Klappentext
Stell dir vor, dein Leben zieht im Zeitraffer an dir vorbei. Was würdest du noch einmal erleben wollen? Welche Momente – und welche Menschen – zählen wirklich?
Wilbur hätte nicht gedacht, dass er Agnes Bagdale noch einmal begegnen würde. Als Kind war der Buchladen der alten Dame in Sheffield sein Zufluchtsort, nicht nur wegen seiner geliebten Bücher. Bei Bagdale’s Bookshop konnte er die Probleme zu Hause einen Moment vergessen. Und dort begann seine eigene Laufbahn als Buchhändler.
Jetzt, Jahrzehnte später, ist Wilbur erfolgreich, einsam und am Ende seines Lebens angekommen. Doch statt dem Tod wartet ein rätselhafter Zug auf ihn. Und Agnes. Sie nimmt ihn mit, zurück durch die Zeit, auf eine Reise, die ihn seine bedeutsamsten Momente noch einmal durchleben lässt. Die glücklichsten Momente, wie damals in den Flitterwochen in Venedig mit seiner großen Liebe Maggie. Aber auch die schlimmsten, in denen er alles verlor.
Schon bald begreift er, wie viel er hätte anders machen wollen.
Erscheinungstermin:
21. Mai 2025
Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:
336 Seiten || 7 Stunden und 43 Minuten || Christoph Marie Herbst
Verlag:
Droemer Knaur || Argon Hörbuch
ISBN:
978-3-426-56249-9

Tropes: —

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Spice: — (Keine Bewertung – nur das Level)
Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)
Auf das neue Buch von Matt Haig hab ich mich schon sehr lange gefreut, da seine Bücher teilweise sehr viel bedeuten. Und ebenfalls sehr besonders – vor zwei Jahren zur Leipziger Buchmesse durfte ich dank dem Knaur Verlag Matt Haig persönlich treffen – und während dieses Mittagsessen hat er uns erzählt, dass es gerade eben dieses Buch plant. Das war irgendwie dann etwas ganz besonderes von seiner Venedig Idee zu lesen.
Wer lernen Wilbur kennen, einen jungen Mann auf seiner Hochzeitsreise, bei dem ihm schon ein oder andere Dinge seltsam vorkommen. Direkt im nächsten Kapitel erleben wir das Ableben des alten Wilbur und steigen gemeinsam mit ihm in den Mitternachtszug ein. Ein Zug, der uns an all unsere Momente zurückführt, an die wir gerne denken. Für Wilbur und uns beginnt eine Reise zu verschiedenen Momenten in seinem Leben, und wir haben das Glück ihn dabei zu erleben, wie er beginnt sein Leben zu hinterfragen.
Wie immer geben Matt Hais Bücher etwas für die Seele mit und auch hier blieben die Augen nicht trocken und das Herz erst einmal nicht ganz. Matt Haig schreibt dabei so nah und gefühlvoll zu gleich, dass seine Worte zwar weh tun aber einem am Ende auch wieder zusammenpflücken. Ich mag einfach so sehr, wie er mit seinen Worten Gefühle beschreiben kann und wie sehr nur ein paar Sätze helfen, um manche Dinge in einem anderen Licht zu sehen. Zwar waren Wilburs Themen nicht meine Themen, aber trotzdem halfen mir gewissen Sätze weiter. Und das ist doch das tolle an seinen Büchern.
„Manchmal muss einem das Herz brechen, damit man am Leben bleibt“ ist nur eines der schönen Zitate, die man aus diesem Buch ziehen kann. Und noch so viele mehr – ich habe wirklich mehr als die Hilfe des Buches markiert. Matt Haigs Schreibstil ist poetisch, bleibt dabei aber einfach – ernst aber trotzdem auch leicht und vermittelt die Eindrücke auf genau die richtige Art und Weise. Viel über den Inhalt will ich nicht erzählen, da man sonst die Geschichte spoilert – aber ich kann Euch nur vor dem Brief seiner Frau „warnen“ – in diesem Brief steht so viel Wahrheit, Schmerz und Ehrlichkeit, dass ich das Buch danach erst einmal zur Seite legen musste.
Ich empfehle es vor allem Menschen, die gerne Bücher lesen, die melancholisch und sentimental sind, aber einem am Ende auch wieder auffangen. Matt Haig schafft es mit seinen Wörtern, Menschen zu berühren und ihnen vllt über ein schwere Zeit hinweg zu helfen. Ansonsten können sie aber auch gerne einfach so gelesen werden, und man liest eine schöne Geschichte mit Tiefsinn.
Fazit:
Die Mitternachtsreise von Matt Haig war wieder ein sehr besonderes Buch, dass mich sehr bereichert hat. Das von Christoph Marie Herbst gesprochene Hörbuch ist ebenfalls absolut empfehlenswert, weil er Wilbur auch noch einmal eine gewissen Tiefe gibt. Für mich zwar nicht das beste Buch des Autors, das wir immer „Ich und die Menschen“ bleiben, aber auf jeden Fall eines seiner besten.
🦩🦩🦩🦩🦩 – Für ein Buch, bei dem ich jede Seite geliebt habt und für einen Wilbur in seinen Fragen.