We Break and Heal von Natalie Erlach – Rezension

We Break and Heal von Natalie Erlach [Rezension]

Klappentext

Ein Erbe, drei Schwestern und viele unbeantwortete Fragen.

Nach elf Jahren zieht es die entfremdeten Schwestern Cleo, Juliet und Sage zurück in ihre Heimatstadt Spring Mountains in das Landhaus ihrer verstorbenen Großeltern. Doch mit ihrer Rückkehr klopfen auch Erinnerungen und ungeklärte Konflikte an die Tür. Cleo trifft auf ihren Ex-Freund Dax, der nicht nur alte Gefühle weckt, sondern auch ein Geheimnis hütet, das droht, Cleos Vertrauen erneut zu erschüttern. Die Schwestern werden mit Herausforderungen konfrontiert, und eine mysteriöse Klausel im Testament bringt ihr Erbe in Gefahr. Sie stehen vor Rätseln, die es zu lösen gilt, bevor sie den Nachlass antreten können. Die Suche beginnt und mit jedem neuen Hinweis rückt eine Wahrheit näher, die alles verändern könnte. Ein Roman über alte Wunden, Neuanfänge und die Suche nach der Wahrheit.

Erscheinungstermin:

23. Juni 2026

Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:

496 Seiten || 14 Stunden und 43 Minuten || Hannah Scheppmann und Louis Friedemann Thiele

Verlag:

Reverie || argon Romance

ISBN:

978-3-7457-0498-3

Tropes: Second Chance; Small Town Romance; Return to Hometown; Exes to Lovers; Missing Person
We Break and Heal von Natalie Erlach im herbstlichen Small-Town-Setting

Schreibstil:4 von 5 Flamingos

Sprecher*Innen: Hörbuch nicht gehört

Inhalt:3 von 5 Flamingos

Fazit:3 von 5 Flamingos

Spice:3 von 5 Flamingos(Keine Bewertung – nur das Level)

Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)

Auf We Break and Heal von Natalie Erlach war ich schon wegen des wunderschönen Covers neugierig. Da mir auch ihre frühere Reihe gefallen hatte, habe ich mich sehr auf Natalie Erlachs neues Buch gefreut – besonders, weil ich ihren Schreibstil so gerne mag.

Nach elf Jahren kehren die Schwestern Cleo, Sage und Juliet in ihre Heimatstadt Spring Mountains zurück. Zum Nachlass ihrer Großeltern gehört ein Farmhaus, doch ungewöhnliche Bedingungen im Testament stellen das Erbe der Schwestern infrage. Während Cleo beginnt, das Haus zu renovieren, müssen sich die drei auch mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit und ihrem angespannten Verhältnis zueinander auseinandersetzen. Dann begegnet Cleo Dax wieder, ihrer ersten großen Liebe, der sie damals ohne eine für sie verständliche Erklärung verlassen hat. Zwischen alten Gefühlen, Familiengeheimnissen und dem Wunsch nach einem Neuanfang versuchen alle herauszufinden, was sie in Spring Mountains eigentlich noch verbindet.

Cleo mochte ich zu Beginn mit ihrer Kreativität und ihrer Begeisterung für die Renovierung sehr. Je länger die Geschichte dauerte, desto schwerer fiel es mir allerdings, mit ihr mitzufühlen: Sie möchte für ihre Schwestern alles zusammenhalten, traut ihnen dabei aber oft nicht zu, selbst Verantwortung zu übernehmen. Gerade die Geschwisterdynamik hat für mich leider nicht funktioniert. Sage reagiert auf Cleos Fürsorge immer wieder mit scharfen Worten und zieht sich zurück, während Juliet häufig zwischen den beiden vermitteln muss. Ich konnte verstehen, dass zwischen ihnen viel Unausgesprochenes liegt, doch ihre wiederkehrenden Auseinandersetzungen ließen sie für mich mit der Zeit weniger authentisch wirken, statt mir die drei näherzubringen.

Auch Dax trägt Gefühle und Entscheidungen aus der Vergangenheit mit sich herum. Seine Annäherung an Cleo hat schöne Momente, aber dass er wichtige Dinge lange für sich behält, wurde für mich zu einem weiteren Konflikt, bei dem ich irgendwann mehr Abstand zu den Figuren als Nähe gespürt habe.

Dabei schreibt Natalie Erlach wirklich schön: Ihr Stil ist flüssig, bildhaft und lässt sich wunderbar lesen. Auch Spring Mountains, das Farmhaus und das gemütliche Café ergeben ein süßes, herbstlich-cozy Setting, in dem ich mich anfangs sehr wohlgefühlt habe. Mit der Zeit wirkte diese Gemütlichkeit auf mich allerdings etwas inszeniert, während sich gleichzeitig immer mehr Konflikte und kleinere Handlungsstränge übereinanderschoben. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Geschichte stärker auf einen großen Konflikt konzentriert und den Figuren mehr Raum gibt, darin für mich glaubwürdig zu bleiben. Die Liebesgeschichte enthält auch einige explizitere Szenen – der Spice steht aber nicht im Vordergrund.

Wenn Du nach einer herbstlich-cozy Romance suchst, die mich vollständig überzeugen konnte, findest Du hier meine Rezension zu The Cat-Sitting Disaster von Nellie Weisz.

Fazit:

We Break and Heal von Natalie Erlach konnte mich durchaus mit dem schönen Schreibstil der Autorin und dem gemütlichen Setting überzeugen. Die Figuren und besonders die Dynamik zwischen den Schwestern haben mich im Verlauf jedoch immer mehr verloren. Weil ich irgendwann keine richtige Bindung mehr zu ihnen hatte, konnte ich auch bei den vielen Konflikten nicht mehr so mitfühlen, wie ich es mir gewünscht hätte. Daher werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen.

🦩🦩🦩 – Für einen tollen Schreibstil und ein schönes Setting, aber für mich zu konstruiert wirkende Figuren und Konflikte.

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