Broken Souls and Bones – Feind. Beschützer. Geliebter. von LJ Andrews
Klappentext
Was ist tödlicher: ihre Magie oder seine Liebe? Das Knochenwirken ist eine Kunst, die im Königreich Estra nur wenige beherrschen. Denn der magiebesessene König hat es auf alle abgesehen, die Knochen heilen – oder zerstören – können, und zwingt sie in seinen Dienst. Lyra ist es gelungen, sich vor den Schergen des Königs zu verbergen. Bis Roark, der Meuchelmörder der Krone, sie entlarvt. Lyra muss aus der Gefangenschaft entkommen, und das gelingt nur, wenn sie den Mann für sich gewinnt, der sie hinter Gittern gebracht hat. Doch warum spricht Roark kein einziges Wort? Zusammen werden Lyra und Roak das Reich heilen oder zerstören …
Enemies-to-Lovers trifft auf nordisch inspirierte Mythologie: Der neue Romantasy-Roman von SPIEGEL-Bestsellerautorin LJ Andrews!
Erscheinungstermin:
01. Mai 2025
Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:
512 Seiten / 14 Stunden und 22 Minuten / Yeşim Meisheit und Nicolás Artajo
Verlag:
Blanvalet || Random House Audio
Originaltitel:
Broken Souls and Bones
ISBN:
978-3-7341-6430-9

Tropes: Touch her and you die; Hidden Identity; Slow Burn

Cover:
(fließt nicht in die Bewertung ein)
Schreibstil:![]()
Inhalt:![]()
Fazit:![]()
Spice:
(Keine Bewertung – nur das Level)
Vielen Dank an Bloggerjury und Blanvalet für das Rezensionsexemplar. Das Bereitstellen dessen hat meine Meinung nicht beeinflusst.
„Wie sollte ich ihm je die Wahrheiten erklären, die sich desto mehr in meinem Kopf entrollten, je länger ich in Lyras Nähe war? Ich schüttelte den Kopf. Es spielt keine Rolle. Ich sehe nicht zu, wie sie stirbt.“
Cover:
Ich liebe alles an diesem Cover! Die Farben knallen, der Farbschnitt ist toll und das Design super ansprechend! Hat mich absolut angesprochen und war auch ein Verkaufsargument für mich!
„Brich mich ruhig, es kümmert mich nicht länger, solange du diejenige bist, die die Zerstörung lenkt.“
Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)
Lyra lebt im Verborgenen – nicht, weil sie etwas gestohlen hätte oder Schuld auf sich geladen hätte, sondern weil ihre Magie so gefährlich ist, dass Königreiche sie vernichten würden, wenn sie davon erführen. Die Kunst des Vereinigens – eine Verbindung von Knochen-, Blut- und Seelenwirken – ist in ihr angelegt, obwohl man dachte, sie sei längst ausgestorben. Als ein uralter Zauber anschlägt, ist klar: Die Letzte ihrer Art lebt. Und der König will sie. Doch es ist nicht der König, der sie findet. Es ist Roark Ashwood, der stumme Wächter der Krone. Ein Mann, der schweigend mehr ausstrahlt als viele andere mit tausend Worten, ein Krieger aus dem verfeindeten Reich, der töten kann – und doch innehält, als er sie sieht. Zwischen Magie, Verrat, politischen Spannungen und persönlichen Schuldgefühlen wird Lyra gezwungen, sich zu zeigen – mit allem, was sie verbergen wollte. Und Roark, der nichts sagt und doch so vieles tut, wird zu einem Schatten, den sie nicht mehr loswird.
Lyra hat mich ab dem ersten Satz abgeholt. Sie war so besonders, so taff und musste gleich zu Beginn mit einer Art Verrat kämpfen, der sie völlig aus der Bahn wirft. Sie war eine junge Frau, die überlebt, danke ihres wachen Verstandes und ihre Art zu denken und zu beobachten. Sie ist während der Geschichte hinweg sehr in mein Herz geschlichen und hat sich dort eingenistet, weil ich einfach alles an ihr mochte. Roark war eine Figur, bei der ich mich lange gefragt habe, wie viel ich eigentlich über ihn weiß. Und doch war da von Anfang an etwas an seiner Art, das mich nicht losgelassen hat. Seine Entscheidungen, seine Reaktionen, das, was man zwischen seinen Gesten und Blicken erkennen konnte – all das hat sich wie ein langsames Rätsel entfaltet. Ich mochte, dass die Geschichte ihn nicht erklärt, sondern einen zwingt, genau hinzusehen. Und dass es keinen Moment gab, in dem er sich plötzlich verwandelte.
Was mich sehr überzeugt hat, war der Erzählton. Gerade in den Passagen, in denen Roark mit Gesten spricht und Lyra beginnt, sie zu verstehen, war eine Form von Intimität spürbar, die selten so unaufgeregt erzählt wird. Ich mochte auch, wie klug das Magiesystem eingebunden war. Es wurde nicht übererklärt, sondern durfte sich entwickeln – Stück für Stück. Besonders der Moment, in dem Lyra das erste Mal selbst wirkt, war eindrücklich: dieser Wechsel in eine andere Wahrnehmung, das Gefühl von etwas Ursprünglichem, das durch sie hindurchfließt, und die Schatten, die dabei spürbar werden.
Wer Romantasy mit politischem Unterton, ungewöhnlicher Magie und Figuren voller Ambivalenz sucht, wird hier mit Sicherheit fündig.
Triggerhinweise: Es gibt Szenen, in denen Gewalt eine Rolle spielt, besonders im Kontext des Überfalls auf das Dorf. Magische Folter, Verlust von Familie, Bedrohung durch das Königshaus und eine Form von Ohnmacht, die spürbar gemacht wird. Diese Themen sind nicht im Vordergrund, aber sie sind da.
„Wenn ein Feind sein Leben für meines geopfert hat, dann kann – und werde – ich niemals die Vereinigerin sein, die Damir sich wünscht.“
Fazit:
Broken Souls and Bones hat mich absolut überzeugt. Mochte ich den Schreibstil schon bei der vorherigen Reihe konnte mich die Autorin hier auch wieder absolut überzeugen. Starker Weltenbau, tolles Magiesystem und zwei Protagonisten, die herrliche grau sind.
🦩🦩🦩🦩 🦩 – für ein Buch, an dessen Schreibstil man sich erst einmal einlassen muss und einem Magiesystem, dass erfordert, dass man aufmerksam liest, aber die Macht hat einen völlig einzunehmen. Ich habe jede Seite geliebt 🙂