The Foxglove King – Ein Hauch von Tod von Hannah Whitten

Klappentext

Was ist tödlicher: ihre Magie oder seine Liebe? Das Knochenwirken ist eine Kunst, die im Königreich Estra nur wenige beherrschen. Denn der magiebesessene König hat es auf alle abgesehen, die Knochen heilen – oder zerstören – können, und zwingt sie in seinen Dienst. Lyra ist es gelungen, sich vor den Schergen des Königs zu verbergen. Bis Roark, der Meuchelmörder der Krone, sie entlarvt. Lyra muss aus der Gefangenschaft entkommen, und das gelingt nur, wenn sie den Mann für sich gewinnt, der sie hinter Gittern gebracht hat. Doch warum spricht Roark kein einziges Wort? Zusammen werden Lyra und Roak das Reich heilen oder zerstören …

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Erscheinungstermin:

14. Mai 2025

Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:

592 Seiten / 18 Stunden und 27 Minuten / Paula Hans

Verlag:

Blanvalet || Random House Audio

Originaltitel:

The Foxglove King

ISBN:

978-3-7341-6419-4

Tropes: Forbidden Magic; Love Triangle; Court Intrigue

Cover: (fließt nicht in die Bewertung ein)

Schreibstil:

Inhalt:

Fazit:

Spice: — (Keine Bewertung – nur das Level)

Vielen Dank an Bloggerjury und Blanvalet für das Rezensionsexemplar. Das Bereitstellen dessen hat meine Meinung nicht beeinflusst. Da ich das Hörbuch gehört habe, fallen in diesem Fall die Zitate weg.

Cover:

Das Cover hat etwas an sich, das mich sofort angesprochen hat. Die Farbkombination, das dunkle Muster und der bemalte Buchschnitt ergeben zusammen ein Bild, das im Gedächtnis bleibt – nicht übertrieben, aber atmosphärisch genug, um neugierig zu machen.

Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)

Lore lebt mit einer Gabe, die ihr das Leben kosten könnte: In ihr fließt Mortem, eine Form von Totenmagie, die verboten und gefürchtet ist. Als sie entdeckt wird, rechnet sie mit dem Schlimmsten – doch stattdessen wird sie an den Hof gebracht. Dort soll sie für den König einen Auftrag erfüllen, der nicht nur ihr Leben verändern könnte.
Was folgt, ist eine Geschichte über Macht und Ohnmacht, über Vertrauen, Verrat und das langsame Begreifen der eigenen Rolle in einem Spiel, das größer ist als sie selbst. Zwischen Kirche, Krone und Rebellion tastet sich Lore vor – immer auf der Suche nach einem Platz in einer Welt, die ihr keinen zugestehen will.

Lore ist keine Heldin, die sich aufopfert oder auf große Gesten setzt. Sie wirkt kantig, verletzt, manchmal vorsichtig und oft allein – aber genau das macht sie für mich greifbar. Ihre Entwicklung ist nicht laut oder gradlinig, sondern eine Folge vieler kleiner Entscheidungen, Zweifel und Beobachtungen. Die Dynamik zwischen ihr, Gabriel und Bastian bleibt durchgehend spannend, auch wenn sich die Gefühle eher in Zwischentönen zeigen als in klaren Worten. Es ist kein klassisches Liebesdreieck – eher ein fragiles Geflecht aus Loyalität, Misstrauen, Nähe und Distanz. Ich mochte, dass die Romanze nie über allem stand, sondern als feiner Schatten mitschwang, ohne alles zu überdecken.

Hannah Whittens Schreibstil ist detailliert, manchmal fast poetisch, auf jeden Fall bildhaft. An manchen Stellen wirkte er auf mich eher sperrig – vor allem am Anfang musste ich mich durch einige Passagen durcharbeiten, bis ich wirklich in der Geschichte angekommen bin. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich der Stil entfaltet und hat mir das Gefühl gegeben, dass hier jede Szene ihren Platz hat. Es ist keine Erzählweise, die einen mitreißt, sondern eher eine, die ein Stück weit Geduld braucht, aber dafür eine dichte Atmosphäre schafft.

Diese Geschichte richtet sich an Leser*innen, die keine einfachen Antworten brauchen und bereit sind, sich auf ein komplexes System aus Glauben, Tod und Macht einzulassen. Wer Freude an langsam aufgebauter Spannung hat, an düsteren Höfen, Intrigen, kirchlicher Macht und Magie, wird sich hier zuhause fühlen.
Thematisch geht es um Verlust, Kontrolle, Manipulation, Machtmissbrauch und religiösen Fanatismus. Die Liebesgeschichte spielt nur eine untergeordnete Rolle, bleibt aber spürbar im Hintergrund präsent.

Fazit:

„The Foxglove King“ hat mich nicht vollkommen überzeugt, aber mich dennoch neugierig gemacht auf das, was da noch kommen könnte. Ich mochte die Welt, die Atmosphäre, die Art, wie Tod und Magie ineinandergreifen. Lore ist eine Figur, die mich mehr berührt hat, als ich anfangs dachte – gerade weil sie nicht sofort zugänglich ist.
Trotzdem blieb vieles für mich eher angedeutet als fühlbar. Die Figuren kamen mir selten ganz nah, die Handlung brauchte lange, um wirklich Fahrt aufzunehmen, und der komplexe Aufbau der Welt hat mich an einigen Stellen eher angestrengt als mitgerissen. Aber genau darin liegt auch eine Stärke: Dieses Buch will nicht leicht sein. Es verlangt Geduld – und schenkt dafür eine Geschichte, die sich nicht sofort erschließt, aber dafür lange nachhallen kann.

🦩🦩🦩 – Für mich war es kein Highlight, aber auch kein Reinfall – eher ein düsterer Auftakt mit Ecken und Kanten, der Lust macht auf mehr, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.

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