Blackened Blade 1: The Blackened Blade von Isla Devon
Klappentext
Nicht viele Menschen bekommen eine zweite Chance – geschweige denn ein zweites Leben.
Sechs Jahre lang war Micai in der Einrichtung eingesperrt gewesen – einem Gefängnis für Übernatürliche, einem Ort voller Schmerz, an dem sie Experimente erleiden musste, die sie an den Rand des Wahnsinns getrieben hatten. Doch als die Mauern in Flammen aufgehen, erwacht Micai nicht im Tod – sondern in ihrer eigenen Vergangenheit und einer anderen Art von Hölle: zurück an der Wensridge Academy.
Diesmal kennt sie die Intrigen und Lügen – und die Gesichter ihrer Verräter. Allen voran das ihrer Halbschwester Seria, die ihr Leben zerstört hat. Doch nicht nur ihre Feinde sind noch da – auch jene, die einst ihre engsten Freunde waren und sie dann fallen ließen.
Allerdings sind sie nicht die Einzigen, die Micai jetzt im Auge behalten. Fünf Fremde treten in ihr Leben – unberechenbar, gefährlich, faszinierend. Manche sind Verbündete, manche Rivalen, manche ein Rätsel. Und sie könnten die Dunkelheit in ihr erkennen, die sie seit Jahren versteckt hält.
Während Micai sich in einem Netz aus alten Feinden, gefährlichen Allianzen und einer dunklen Macht wiederfindet, die in ihr erwacht, gibt es eine Frage, die sie nicht loslässt: Ist ihre Rückkehr eine zweite Chance – oder ein perfider Schachzug derjenigen, die ihre Freiheit nie gewollt haben?
Erscheinungstermin:
31. Juli 2025
Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:
432 Seiten / — / —
Verlag:
Cove || —
Originaltitel:
The Blackened Blade
ISBN:
978-3-551-58608-7

Tropes: Dark Romantasy; Why Choose; Victim gets Revenge

Cover:
(fließt nicht in die Bewertung ein)
Schreibstil:
Inhalt:
Fazit:
Spice:
(Keine Bewertung – nur das Level)
Vielen Dank an Carlsen für das Rezensionsexemplar. Das Bereitstellen dessen hat meine Meinung nicht beeinflusst.
„Ich muss überleben. Ich werde überleben.“
Cover:
Was der Cove Verlag hier für ein Buch geliefert hat ist der Wahnsinn. Äußerlich absolut schon eine 10/10! Das Buch ist komplett schwarz mit weißen Buchstaben und Kapitelzierden. Ich liebe wirklich alles an diesem wunderschönen Buch. Äußerlich als auch inhaltlich! Und der Duftsticker ist sehr sehr dezent. In diesem Fall ist der Geruch der Tinte und des Drucks deutlich stärker als der des Duftstickers.
„Seine raue, schmerzerfüllte Stimme, mein Name auf seinen Lippen – und dann … Stille. Eine nicht enden wollende Stille, die mich in meinen Träumen verfolgt.“
Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)
Ich wusste ziemlich schnell, dass ich dieses Buch nicht so einfach weglegen würde. Da war sofort dieses Gefühl: Das wird mich länger beschäftigen. Es war nicht der Einstieg, nicht das Setting – sondern Micai. Die Art, wie sie spricht, wie sie denkt, wie sie sich nicht mehr klein machen lässt.
Es geht nicht darum, Magie zu entdecken oder eine große Liebe zu finden. Es geht darum, mit allem, was war, wieder aufzustehen. Mit den Erinnerungen, mit den Schmerzen, mit der Wut. Und irgendwo dazwischen vielleicht auch mit dem Wunsch, wieder gesehen zu werden. Nicht neu. Aber anders.
Micai war für mich sofort jemand, an den man sich erinnert. Weil sie Dinge erlebt hat, die einen zerreißen – und trotzdem nicht aufhört, aufzustehen. Ich mochte ihre Stärke, ihren Trotz, ihren Blick, der oft mehr wusste, als sie sagte. Manchmal ist sie hart, manchmal bissig, manchmal erschöpft – aber nie verloren. Als sie mitten in der Nacht in den verbotenen Wald geht, um zu trainieren, obwohl ihr Körper schmerzt. Als sie sich gegen ihre ehemaligen Freunde stellt, obwohl alles in ihr zittert. Oder als sie schweigt, obwohl alles in ihr schreien könnte. Das waren Momente, die mir gezeigt haben, wie sehr sie bei sich bleibt.
Ihre Gedanken waren oft rau und gleichzeitig verletzlich. Ich erinnere mich an eine Stelle, in der sie über Essen nachdenkt – und wie sich das Gefühl, hungrig zu sein, verändert, wenn man es jahrelang war. Oder als sie sich selbst dabei ertappt, wie sie jemanden anschaut, den sie eigentlich hassen müsste. In solchen Momenten war sie für mich besonders nah.
Die Jungs um sie herum – da war so viel, das nicht ausgesprochen wird. Alte Nähe, die brüchig geworden ist. Erinnerungen, die keiner von ihnen ganz loslassen kann. Und diese Spannung zwischen Ablehnung und Anziehung, die sich durch viele Blicke zieht. Vor allem mit Kane, der so hin- und hergerissen wirkt, dass es fast weh tut. Und Knox, der vielleicht als Einziger noch zuhört, bevor er urteilt. Und dieser Tintenjunge – nur wenige Szenen, aber jede hatte eine Wirkung. So eine, bei der man den Atem ein bisschen anhält, weil man weiß, da kommt noch was.
Ich mochte, dass hier niemand perfekt ist. Und dass Nähe nicht automatisch Vertrauen bedeutet. Alles ist ein bisschen scharfkantig – und trotzdem nicht kalt.
Was mich sehr beeindruckt hat, war die Sprache. Nicht überladen, sondern feinfühlig. Da gibt es diese Szene, in der Micai beim Unterricht fast zusammenbricht, aber sich nicht abwendet. Oder den Moment im Wald, wenn sie einem der Jungs gegenübersteht und keine Angst zeigt – obwohl man weiß, dass sie innerlich bebt. Es sind Sätze, die nicht laut werden müssen, um zu wirken. Und das war für mich einer der stärksten Aspekte beim Lesen.
Gerade diese Mischung aus Dunkelheit, Nähe und leiser Spannung hat für mich sehr gut funktioniert. Es war nicht übertrieben spicy, aber es lag immer etwas in der Luft. Und das reicht mir oft völlig aus.
Wenn man Geschichten mag, die eher durch das Innen wirken als durch das Außen – dann ist dieses Buch genau richtig. Es geht nicht darum, jemanden zu retten. Sondern darum, bei sich zu bleiben. Trotz allem. Es geht um Schuld, Macht, Kontrolle – aber auch um Verbindung. Um das, was nicht gesagt wird. Und um das, was bleibt, wenn man sich selbst wiederfindet.
Trigger: Gewalt, Missbrauch, sexuelle Übergriffe, psychische Belastung. Das Buch zeigt viel – aber ohne zu verherrlichen.
„Ich werde kämpfen, bis mein letzter Atemzug diesen vernarbten Körper verlässt.“
Fazit:
Ich habe das Buch geliebt, weil ich den Ton so mochte. Weil Micai als Figur für mich etwas ganz Besonderes war. Weil das Dark Fantasy Setting wirklich düster war, ohne brutal zu sein – und genau die richtige Tiefe hatte. Und weil ich beim Lesen einfach nicht mehr rauswollte.
Das Buch hatte eine unglaubliche Sogwirkung. Nicht durch große Twists, sondern durch Atmosphäre, Nähe, Gefühl.
🦩🦩🦩🦩🦩 – auch wegen dieses bösen Cliffhangers, der mich sofort auf Band zwei hoffen lässt.