Restsommer von Kea von Garnier

Klappentext

»Es ist nur so, dass ich, bevor ich mich den Rest meines Lebens nur noch mit Toten beschäftige, gern selbst richtig gelebt hätte.«

Der Sommer 2003 in der niedersächsischen Kleinstadt beginnt wie immer: Freibad, Bandproben, die Leichen in Papas Keller. Dominik ist der Sohn des Bestatters und soll den Familienbetrieb in naher Zukunft von seinem alleinerziehenden Vater übernehmen. Bislang sprach nichts dagegen, denn Domi ist erstaunlich routiniert im Umgang mit Trauernden und weiß mehr über Tod und Verlust als die meisten Erwachsenen. Worüber er allerdings wenig weiß, ist das Leben selbst. Das ändert sich, als kurz vor den großen Ferien ein Neuer in seiner Klasse auftaucht: Biff ist unangepasst, lässig, impulsiv. Gegen seinen Willen fühlt Domi sich von dessen scheinbar endlosem Hunger auf das Leben angezogen, und so entsteht im Laufe dieses heißen, flirrenden Sommers zwischen den beiden etwas Größeres, etwas, das in seiner Intensität alles andere, Freunde, Familie, Zukunft, an den Rand drängt.

Erscheinungstermin:

18. März 2026

Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:

400 Seiten || 11 Stunden und 29 Minuten || Flemming Stein

Verlag:

Blessing || Random House Audio

Originaltitel:

ISBN:

978-3-89667-785-3

Tropes: Coming of Age

Schreibstil:

Inhalt:

Fazit:

Spice:— (Keine Bewertung – nur das Level)

Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)

Auf Restsommer bin ich wie so oft überhaupt erst über die Vorschau der möglichen Lesungen aufmerksam geworden. Aber der Klappentext dieses wundervollen Buches, als auch Keas Beschreibung haben mich absolut abgeholt. So war es schnell klar, dass wir eine Lesung veranstalten wollen, weil wir queere Belletristik einfach lieben.

Der Einstieg in das Buch fing mir super leicht, da Kea uns Leser*Innen mit einem sehr gut zu lesenden Schreibstil abholt. Sofort erfahren wir das Setting und die Figuren: Domi, dessen Vater Inhaber eines Bestattungsinstituts in Schönacker ist. Anfangs war ich etwas skeptisch, ob das Thema Tod und Bestattungen für mich nicht zu schwer sind, aber das war am Ende dann nicht der Fall, sondern mir sind ganz andere Dinge wirklich nah gegangen.

Es dauert nicht lange und wir lernen ebenfalls Biff kennen, einen modernen jungen Mann, der Domi Welt ordentlich auf den Kopf stellt. Es war für mich als Leser*In so schön in den Kopf dieser beiden jungen Männer zu tauchen, und mich gemeinsam mit ihnen ineinander zu verlieben. Dominik, unserer Erzähler, schwankt zwischen dem Gefühl seinem Papa alles recht zu machen, zu sich selbst zu finden und seinen Platz in der neuen Konstellation seiner Familie zu finden. Das sein Herz für Biff, dann im Laufe des Buches immer schneller schlägt, rundet die Geschichte perfekt ab.

Kea von Garnie erzählt die Geschichte so zwar, so schön und ehrlich, dass ich am Ende wirklich sehr weinen musste. Einerseits, weil ich mich wirklich gepackt hat und ich traurig war, dass ich vorerst die Geschichte von Domi und Biff beendet musste. Diese beiden jungen Männer, haben einen kleinen Platz in meinem Herzen, weil sie sicherlich vielen Menschen zeigen können, dass Liebe unabhängig von einem Geschlecht sein kann. Das man sich seinen Eltern öffnen kann und diese auch junge Menschen mit ihrer Reaktion überraschen können.

Fazit:

Restsommer von Kea von Garnier ist ein wirklich sehr schöner Debütroman, der ganz ganz viel richtig macht. Kea hat eine sehr schöne Art zu schreiben und behält trotz all der Melancholie auch noch eine schöne Portion Humor inne.

🦩🦩🦩🦩🦩- für ein Buch, dass mich absolut überzeugt hat, auch wenn es sogar nicht meinem eigentlichen Leseverhalten angehört.

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