Deviant Hearts von Jagger Cole
Klappentext
Mafia Romance, arranged marriage, forced proximity – spicy, dark und unwiderstehlich.
Ich würde alles tun, um den kommenden Mafiakrieg zu verhindern. Sogar meinen Todfeind heiraten.
Ares Drakos – der neue König der Drakos Familie – verkörpert mit jeder Faser den Kriegsgott, nach dem er benannt wurde. Ein brutaler Tyrann, ein tödlich schönes Monster, und bald mein Ehemann.
Doch nichts an dieser Beziehung ist echt. Wir müssen nur unsere gegenseitige Abneigung genug zügeln, um endlich das Blutvergießen zwischen der irischen und griechischen Mafia zu stoppen.
Auch wenn er sündhaft gefährlich und köstlich unanständig ist. Auch wenn er und sein Traumkörper in mein Leben, meine Gedanken und mein Bett eingedrungen sind.
Eines wird er nie erobern: mein Herz.
Erscheinungstermin:
01. Juli 2026
Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:
384 Seiten || 10 Stunden || Mila Wolf und Kevo Adler
Verlag:
Knaur || Argon Hörbuch
ISBN:
978-3-426-56836-1

Tropes: Enemies to Lovers; Arranged Marriage; Family Secrets; Possessive and protective hero

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Spice:
(Keine Bewertung – nur das Level)
Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)
Mir hat der Klappentext von Deviant Hearts wirklich zugesagt, daher bin ich einmal über meinen Schatten gesprungen und habe ein Dark-Romance-Buch gelesen. Wobei ich glaube, dass das Buch gar nicht so dark ist, wie ich zunächst gedacht hatte, sondern eher in Richtung Mafia Romance geht. Für mich, die normalerweise eher leichte Romance liest, war das auf jeden Fall machbar.
Ich habe das Hörbuch gehört und sowohl Mila Wolf als auch Kevo Adler haben die Geschichte gut zum Leben erweckt. Beide haben für mich einen guten Job gemacht und ich freue mich darauf, künftig weitere Hörbücher von ihnen zu hören.
Der Einstieg rund um die Mafia-Prinzessin Neve Kildare, die zur irischen Mafia gehört, hat mir wirklich gut gefallen und direkt Lust gemacht weiterzulesen. Denn wer mag den Trope nicht, wenn wir gemeinsam mit der Protagonistin den attraktiven Nachbarn durch die Fensterfront beobachten können? In Neves Fall geht das Ganze sogar noch weiter, denn bei ihrem Nachbarn handelt es sich um Ares Drakos, das Oberhaupt der griechischen Mafia und damit mehr oder weniger ihren Feind. Als Neve plötzlich Ares Drakos heiraten soll, steht ihre Welt erst einmal ziemlich auf dem Kopf. Gleichzeitig taucht ein berüchtigter Serienmörder auf, der scheinbar ein besonderes Interesse an ihr hat…
Klingt alles ein bisschen viel? Das war es auch – und hier hatte mich das Buch ehrlich gesagt etwas verloren. Wir haben eine Fake Marriage zwischen zwei verfeindeten Mafia-Familien, einen Serienmörder und natürlich die Liebesgeschichte zwischen Neve und Ares. Für mich war das irgendwann einfach etwas zu viel auf einmal.
Neve ist zwar super taff und ich mochte ihre Art auch wirklich gerne, trotzdem war sie mir oft einfach zu „cool“. Ich hoffe, man versteht, was ich damit sagen will. Irgendwann während des Lesens hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte sehr genau weiß, welche Fantasien und Wünsche sie bedienen möchte. Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes und ich verstehe auch, warum viele Leser*innen genau das lieben. Für mich wirkte manches dadurch allerdings etwas konstruiert.
Vor allem Ares fühlte sich stellenweise weniger wie eine echte Figur an und mehr wie die Vorstellung eines perfekten Mafia-Helden. Auch bei Neve hatte ich manchmal das Gefühl, dass sie eher dafür geschrieben wurde, attraktiv und begehrenswert zu wirken, als dass ich sie als authentische Person wahrgenommen habe. Ich hatte ab der Hälfte des Buches zunehmend das Gefühl, dass Neve eher nach Male Gaze geschrieben wurde…also in der Art, wie sich ein Mann eine taffe Mafia-Frau vorstellen würde…
Das Buch war gut – das möchte ich ihm gar nicht absprechen. Als ich später gesehen habe, dass das Buch von einem Mann geschrieben wurde, haben einige Dinge für mich plötzlich mehr Sinn ergeben. Bestimmte Aspekte der Figuren und ihrer Dynamik habe ich dadurch anders wahrgenommen und konnte manche Szenen nicht mehr ganz so unvoreingenommen lesen wie zu Beginn.
Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen. Möchte aber niemandem seine positive Meinung absprechen, da ich den Grundflair des Buches, vor allem zu Beginn, durchaus sehen und nachvollziehen konnte.
Fazit:
Deviant Hearts von Jagger Cole kann sicherlich überzeugen und war kein schlechtes Buch. Es konnte mich gut unterhalten, war nicht zu allzu brutal und hatte gute Szenen. Trotzdem war es mir im ganzen dann einfach etwas zu viel von allem.
🦩🦩🦩 – Für eine starke Grundidee aber zwei Figuren, die sehr stereotypisch geschrieben wurden und mich dadurch verloren haben.