His Soul To Own von Sasha Reed [Rezension]
Klappentext
Kannst du dich in den Tod verlieben?
Mia Erikson lebt ihr Leben auf der Überholspur: perfekter Schulabschluss, Stipendium an einer Eliteuni, Master mit Bestnoten und ein begehrter Platz als Trainee einer angesehenen Eventmanagementfirma. Von außen scheint alles perfekt – bis sie einen Herzstillstand erleidet und reanimiert werden muss. Danach ändert sich alles und Mia gestaltet ihr Leben völlig neu. Doch nun sieht sie Dinge, die andere nicht sehen, und begegnet niemand Geringerem als dem leibhaftigen Tod. Sofort spürt sie eine unerklärliche Verbindung zu diesem geheimnisvollen und attraktiven Mann. Im Reich der Toten kommen sie sich näher und zwischen leidenschaftlichen Nächten und drohender Gefahr deckt Mia uralte Geheimnisse auf, die sie vor eine gravierende Entscheidung stellen: zwischen ihrem Leben und ihrer großen Liebe – dem Tod.
Erscheinungstermin:
16. September 2026
Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:
416 Seiten || 12 Stunden und 15 Minuten || Ann-Kathrin Hinz und Sabrina Zerner
Verlag:
Heyne || Random House Audio
ISBN:
978-3-453-32458-9

Tropes: Slow Burn; He falls first; Second Chance

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Fazit:![]()
Spice:
(Keine Bewertung – nur das Level)
Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)
Die Verlagsvertreterin, die für Sasha zuständig ist, hat uns in der Buchhandlung angeschrieben und gefragt, ob wir eine Lesung zu His Soul To Own – Ewige Liebe veranstalten möchten. Da ich den Klappentext direkt richtig gut fand, haben wir zugesagt und ich habe das Buch gelesen. Weil es mich dann so begeistern konnte, habe ich mich außerdem dazu entschieden, die Blogtour dazu zu organisieren. Die verschiedenen Blogtour-Beiträge findet Ihr am Ende des Beitrags, falls Ihr Euch diese ebenfalls ansehen möchtet.
Wenn Ihr noch mehr über Sasha, ihren Schreibprozess und die Hintergründe zu His Soul To Own erfahren möchtet, könnt Ihr hier mein Interview mit Sasha Reed nachlesen.
Sasha Reed hat sich unglaublich viel Mühe gegeben, hier einen tollen Weltenbau zu erschaffen. Das Totenreich ist cool, atmosphärisch und gleichzeitig modern gestaltet. Der Tod ist ja immer eine spannende Figur und wurde auch schon in mehreren Büchern ganz unterschiedlich dargestellt. Trotzdem hat Sasha hier ihren eigenen Weg gefunden, was mir richtig gut gefallen hat. Vor allem mochte ich den Tod, der im späteren Verlauf der Geschichte Dain genannt wird, und seine Seelengeleiter, wie zum Beispiel Tuwile und Ankou, die im Laufe des Buches auch ihre eigenen Geschichten erzählen. Dadurch bekommt das Totenreich noch einmal deutlich mehr Tiefe und wirkt nicht nur wie eine Kulisse für die Liebesgeschichte.
Nach einem Herzstillstand entscheidet sich Mia dafür, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und Tier- und Naturfotografin zu werden. Sie möchte endlich das Leben führen, das sie vorher eben nicht gelebt hat. Dabei verspürt sie allerdings immer diesen unbändigen Hunger, von dem sie nicht weiß, woher er eigentlich kommt. Mein kleines Highlight im Buch ist auf jeden Fall April, die beste Freundin von Mia, weil ich beide Figuren unglaublich liebenswert fand und ihre Freundschaft so positiv geschrieben ist. April ist für Mia da, glaubt ihr und unterstützt sie, selbst wenn das, was Mia ihr erzählt, eigentlich vollkommen verrückt klingen müsste.
Als Mia eines Tages auf einem Friedhof in Paris ein seltsames goldenes Licht entdeckt, beginnt unsere Geschichte nun wirklich, denn sie trifft auf den Tod – und zwischen den beiden entsteht sofort eine starke Anziehung. Leider ging mir die Romance zwischen Mia und Dain etwas zu schnell. Ich hätte mir auf jeden Fall gewünscht, dass sich die Tension zwischen ihnen noch länger aufbaut. Als das Buch geendet hat, habe ich zwar verstanden, warum ihre Verbindung von Anfang an so intensiv war. Trotzdem mochte ich gerade diese besondere Anziehung zwischen den beiden sehr und finde, dass davon immer ein bisschen verloren geht, sobald der Spice einsetzt.
Der Spice ist richtig gut geschrieben, das möchte ich Sasha in diesem Fall überhaupt nicht absprechen. Nur war er mir persönlich etwas too much und kam für meinen Geschmack zu früh. Aber das ist, glaube ich, einfach eine reine Empfindungssache. Durch den krassen Weltenbau und das starke Storytelling hätte der Spice für mich gar nicht so viel Platz gebraucht. Ich weiß aber natürlich auch, dass viele Leser*innen ihn in diesem Genre erwarten. Die Szenen waren gut geschrieben und haben beim Lesen Spaß gemacht, für mich persönlich hätte es sie in diesem Umfang aber einfach nicht gebraucht.
Was ich außerdem toll fand, war Saschas Erzählgeschwindigkeit. Das Buch und sein Weltenbau entwickeln sich zunächst langsam und zum Schluss passiert viel – trotzdem ist alles nachvollziehbar vorbereitet. Die Handlung führt einen erst einmal in das Totenreich und seine Regeln hinein, bevor sie zunehmend an Fahrt aufnimmt. Auch die eine oder andere Wendung fand ich gar nicht so vorhersehbar, was mich positiv überrascht hat.
Was ich jetzt sage, meine ich außerdem gar nicht negativ: Der Schreibstil ist schön, flüssig und bildhaft, aber das Plotten ist an manchen Stellen ein bisschen einfacher gehalten. Wenn man bereits viel Romantasy gelesen hat, kann man die eine oder andere Entwicklung daher vorhersehen. Das hat mich jedoch nicht gestört, weil mich das Buch trotzdem gut unterhalten und vor allem mit seinem Weltenbau immer wieder überraschen konnte.
Und was ich absolut positiv meine: His Soul To Own – Ewige Liebe hat für mich totale 2000er-Vibes! Ich habe mich beim Lesen teilweise richtig an Twilight oder Shadowhunters erinnert gefühlt. Das Buch hat diesen super schönen Vibe von: Eine junge Frau verliebt sich in ein unglaublich mächtiges, übernatürliches Wesen und er ist total beschützend und würde alles für sie tun. Ich habe das wirklich gefeiert und richtig gerne gelesen.
Fazit:
His Soul To Own – Ewige Liebe von Sasha Reed hat mir viel Spaß beim Lesen gemacht und ich freue mich jetzt umso mehr auf die Moderation am Mittwoch. Es ist ein Buch mit viel Potenzial, das eine tolle Fantasy-Geschichte erzählt und einen spannenden Weltenbau besitzt.
Auch die Romance mochte ich grundsätzlich gerne, nur entwickelte sie sich für mich persönlich etwas zu schnell in Richtung „Du bist die Liebe meines Lebens“. Nach diesem Ende hoffe ich auf jeden Fall auf einen zweiten Teil – vor allem, weil ich April absolut geliebt habe und sie für mich eine der stärksten Figuren im Buch war. Auch Saschas Schreibstil habe ich während des Lesens sehr liebgewonnen.
🦩🦩🦩🦩 – Für Mia, für April und für den Tod – und eigentlich wünsche ich ihnen allen einfach nur das Beste.