We’ve Hit Turbulence von Jessica L. Cozzi [Rezension]

Klappentext

Olive Austin kann es kaum erwarten, ihren Freund wiederzusehen, mit dem sie seit kurzer Zeit eine Fernbeziehung führt und der sich in letzter Zeit irgendwie abweisend benimmt. Dafür nimmt sie auch den 13-Stunden-Flug in Kauf, der ihr eine Spring Break inklusive weißer Sandstrände und Sonnenschein auf Hawaii verspricht. Doch als sie merkt, dass ihr Sitznachbar Tyler Ferris ist, scheint die Reise turbulenter zu werden, als ihr lieb ist. Denn Tyler ist Olives erste große Liebe, die sie nie wirklich vergessen konnte. Während sie sich bemüht, ihn den Flug über zu ignorieren, um ihr Herz zu schützen, scheint Tyler andere Pläne zu haben. Wird Olive eine Bruchlandung hinlegen? Oder landet sie sanft?

Erscheinungstermin:

31. August 2026

Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:

368 Seiten || 10 Stunden und 14 Minuten || Lea Roser

Verlag:

ONE Verlag || Lübbe Audio

ISBN:

978-3-8466-0314-7

Tropes: Young Adult
We’ve Hit Turbulence von Jessica L. Cozzi als Buch und Hörbuch

Schreibstil:

Sprecher*Innen:

Inhalt:4 von 5 Flamingos

Fazit:4 von 5 Flamingos

Spice: — (Keine Bewertung – nur das Level)

Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)

Auf We’ve Hit Turbulence von Jessica L. Cozzi bin ich aufmerksam geworden, weil mich eine liebe Bloggerkollegin gefragt hat, ob ich Teil der Blogtour sein möchte. Da ich hier sehr gerne zugesagt habe, freue ich mich umso mehr, dass ich dadurch dieses wirklich süße und liebenswerte Jugendbuch lesen durfte.

Die Geschichte lässt sich für mich grob in zwei größere Phasen einteilen. Der erste Teil spielt während des Fluges nach Hawaii, auf dem Olive ausgerechnet auf Tyler trifft. Tyler ist ihr Exfreund, den sie verlassen hat, weil Olive jemand ist, der sehr viel Ordnung und Stabilität in ihrem Leben braucht – und das Gefühl hatte, diese mit Tyler nicht finden zu können. Nachdem sie Tyler verlassen hat, kommt sie Jack immer näher. Er gibt ihr vermeintlich genau die Sicherheit und Stabilität, nach der sie sich sehnt. Seit ungefähr einer Woche meldet Jack sich jedoch kaum noch bei ihr, weshalb Olive spontan beschließt, bereits eine Woche früher als geplant nach Hawaii zu fliegen und ihn zu überraschen.

Der zweite Teil der Geschichte spielt schließlich auf Hawaii. Ein wunderschönes Setting, dessen besondere Atmosphäre die Autorin wirklich toll eingefangen hat. Dort trifft Olive nicht nur auf Jack und erfährt, was hinter seinem Verhalten steckt, sondern auch die Verbindung zwischen ihr und Tyler wird wieder sehr viel intensiver. Ein kürzerer Teil der Geschichte spielt außerdem nach Olives Rückkehr und ist für ihre persönliche Entwicklung noch einmal sehr wichtig.

Du möchtest mehr über Jessicas Schreibprozess und Hintergründe zu ihrem Buch wissen, dann kannst Du hier das Interview mit ihr nachlesen: Interview mit Jessica L. Cozzi

Ich muss auf jeden Fall sagen, dass dieses Jugendbuch wirklich sehr, sehr süß gemacht ist. Dabei ist es nicht nur eine reine Liebesgeschichte, denn was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass noch viele weitere Themen eine wichtige Rolle spielen. Achtung, ab hier könnten kleinere Spoiler folgen!

Unter anderem geht es um die Parentifizierung von Olive durch ihre Mutter. Ihre Mom ist zwar eine liebevolle Mutter, hat Olive durch ihre immer wieder scheiternden Beziehungen aber schon früh das Gefühl vermittelt, sie auffangen und für sie da sein zu müssen. Dadurch hat Olive gelernt, wie wichtig vermeintliche Sicherheit und Stabilität in der Liebe sind, und gleichzeitig eine große Angst davor entwickelt, später selbst dieselben Erfahrungen machen zu müssen.

Auch Freundschaft und das Eingestehen eigener Fehler spielen eine wichtige Rolle, denn Olive muss erkennen, dass sie aus Angst vor weiteren Verletzungen nicht nur Tyler, sondern auch andere Menschen von sich gestoßen hat. Besonders ihre ehemalige beste Freundin Delia hält ihr sehr deutlich vor Augen, wie sehr Olive sich nach der Trennung zurückgezogen und dabei die Menschen aus ihrem Leben ausgeschlossen hat, denen sie eigentlich noch immer wichtig war.

Jessica L. Cozzis Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen, und besonders ihre Dialoge fand ich sehr gelungen. Sie schafft es, dass wir eine enge Bindung zu den Figuren aufbauen können und uns in ihren Gefühlen und Unsicherheiten teilweise selbst wiederfinden.

Dabei spricht sie viele Themen an, die Jugendliche beschäftigen können: Panikattacken und Flugangst, ein Coming-out, das von einem Teil der eigenen Familie nicht so angenommen wird, wie man es sich wünschen würde, eine liebevolle, aber nicht immer verantwortungsvoll handelnde Mutter und natürlich die komplizierten Gefühle rund um Olive, Jack und Tyler. Jessica zeigt viel Feingefühl im Umgang mit diesen Themen, ohne dass die Geschichte dadurch ihre Leichtigkeit verliert. Denn ihr Schreibstil besitzt gleichzeitig einen schönen Witz, der mir wirklich sehr gut gefallen hat.

Fazit:

We’ve Hit Turbulence von Jessica L. Cozzi war für mich ein sehr süßes Jugendbuch, das ich wirklich gerne gelesen habe und das neben seiner Liebesgeschichte auch tolle und wichtige Themen anspricht. Besonders das wunderschöne Setting auf Hawaii und die vielen liebevollen Momente haben mir beim Lesen sehr viel Freude bereitet, weshalb ich einfach froh bin, dass dieses Buch auf meiner Leseliste gelandet ist.

🦩🦩🦩🦩 – Für Olive, Tyler und all die süßen Momente, die die beiden miteinander erleben durften.

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