Break the Fall – Based on Laura’s True Story von Mia Massong

Klappentext

Nora ist erst Anfang zwanzig und bereits durch die Hölle gegangen. Nach dunklen Jahren hat sie den Kampf gegen die Alkoholsucht gewonnen, und kann endlich ihr Studium fortsetzen, ihr Leben wieder selbstbestimmt gestalten. Voller Hoffnung wagt sie es, sich auf ihren ehemaligen Mitschüler Tim einzulassen, der Emotionen in ihr auslöst, die sie lange Zeit unterdrückt hat. Er gibt ihr das Gefühl, genau richtig zu sein, obwohl sie weiß, dass sie als trockene Alkoholikerin immer wieder Prüfungen bestehen muss. Doch Tim ist nicht so stark, wie er vorgibt, und anders als Nora, schweigt er über das, was ihm widerfahren ist. Hin- und hergerissen zwischen Liebe und Zweifel müssen sich beide ihren Dämonen aus der Vergangenheit stellen.

Erscheinungstermin:

19. Juni 2025

Seitenanzahl / Hörstunden / Sprecher*In:

368 Seiten / — / —

Verlag:

Heartlines || —

Originaltitel:

ISBN:

978-3-453-29276-5

Tropes: Found Family, Friends to Lovers, Broken Heroes
Hier findest Du meine Rezension zum Buch "break the fall" von Mira Massong

Cover: (fließt nicht in die Bewertung ein)

Schreibstil:

Inhalt:

Fazit:

Spice: — (Keine Bewertung – nur das Level)

Vielen Dank an Bastei Lübbe und Pocketbook für das Rezensionsexemplar. Das Bereitstellen dessen hat meine Meinung nicht beeinflusst.

„Ich habe getrunken, um nicht zu fühlen. Und als ich irgendwann nichts mehr gefühlt habe, habe ich weitergetrunken, weil es das Einzige war, was ich noch konnte.“

Cover:

Optisch ist das Buch ein echtes Highlight. Wunderschön gestaltet, stimmig zur restlichen Reihe und mit ganz viel Gefühl fürs Detail. Auch wenn mich der Inhalt nicht überzeugt hat – rein äußerlich ist es der absolute Hingucker.

„Ich bin nicht meine Vergangenheit. Aber sie gehört zu mir.“

Schreibstil & Inhalt: (leichte Spoiler enthalten)

Nora ist Anfang zwanzig, trockene Alkoholikerin und steht nach einer Therapie vor dem Versuch, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen: zurück an die Uni, zurück in den Alltag, zurück zu sich selbst. Dabei trifft sie auf Tim – ein Mitschüler von früher, bei dem plötzlich Gefühle aufkommen. Aber auch Tim trägt sein eigenes Päckchen, und Nora muss lernen, sich selbst nicht zu verlieren.

Das Buch basiert lose auf der Geschichte von Laura (@laurassoberlife), die im echten Leben mit Anfang 20 ihre Alkoholabhängigkeit überwand. Es ist ein Roman über Heilung, Rückschläge und den Mut, sich selbst ernst zu nehmen.

Nora war für mich der stärkste Teil des Buches. Ihre Gedanken, ihre Selbstwahrnehmung, ihr Umgang mit der Vergangenheit – all das war nachvollziehbar und ehrlich. Besonders die Momente, in denen sie an sich zweifelt oder sich in schwierigen Situationen behauptet, haben mich beeindruckt. Es wird nichts beschönigt, aber auch nicht dramatisiert.

Tim dagegen blieb für mich leider recht blass. Seine eigene Geschichte wurde angedeutet, aber nie konsequent erzählt. Er wirkt über weite Strecken abwesend, unnahbar, widersprüchlich – was zwar zum Plot passt, aber mir als Leserin den Zugang erschwert hat. Gerade in Beziehung zu Nora war sein Verhalten oft mehr verwirrend als berührend.

Puh. Ich habe das Buch angelesen und wollte schon abbrechen – der Stil war für mich wirklich schwer auszuhalten. Viele Sätze wirken künstlich, überfrachtet oder wie aus einem Ratgeber übernommen. Emotionen werden erklärt statt spürbar gemacht, Dialoge sind oft hölzern und überdeutlich.

Hinzu kommt: Das Buch will sehr viel. Sucht, Therapie, Freundschaft, Familie, toxische Beziehungen, Romantik, Leistungsdruck, Einsamkeit, Dates, alte Verletzungen – all das auf knapp 350 Seiten. Ich verstehe, dass man jungen Leser*innen viel mitgeben möchte, aber für mich hat es sich oft eher nach Aufzählung als nach Erzählung angefühlt.

ür Leser*innen, die selbst mit Suchtthemen in Berührung gekommen sind oder die sich für echte Geschichten interessieren, kann Break the Fall ein wichtiger Impuls sein. Es wird nichts verharmlost. Der Weg in die Nüchternheit wird ehrlich beschrieben – mit Rückfallgedanken, Scham, Triggern, aber auch mit Hoffnung und Selbstwirksamkeit.

Für mich persönlich hat das literarisch leider nicht funktioniert – aber ich sehe, warum dieses Buch für andere bedeutsam sein kann.

Trigger: Alkoholismus, Sucht, Rückfallgedanken, beschämende Situationen unter Alkoholeinfluss, Co-Abhängigkeit, toxische Eltern, emotionale Abwertung.

„Ich will nicht die Person sein, die ich war. Aber ich weiß manchmal nicht, wer ich stattdessen sein soll.“

Fazit:

Ich wollte dieses Buch mögen. Ehrlich. Weil ich die Idee wichtig finde – weil ich es mutig finde, wenn reale Geschichten erzählt werden – und weil Sucht immer noch viel zu wenig Raum bekommt im Jugendbuch. Aber ich konnte mit der Umsetzung nichts anfangen. Für mich war es sprachlich schwach, überladen und emotional nicht greifbar. Nora hat mich erreicht – der Rest leider nicht.

🦩🦩 – Für das Thema, die Aufrichtigkeit und die Botschaft, dass es nie zu spät ist, sich Hilfe zu holen. Aber leserisch war das für mich ein Flop.

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