The Cat-Sitting Disaster von Nellie Weisz – Interview

Interview mit Nellie Weisz über The Cat-Sitting Disaster

Porträt der Autorin Nellie Weisz

Liebe Nellie,
vielen Dank, dass Du bereit warst, ein schriftliches Interview mit mir zu führen! Danke für Deine Zeit und dafür, dass Du dabei bist!


© Privat

Meine Rezension zu The Cat-Sitting Disaster findest Du ebenfalls auf meinem Blog.

Liebe Nellie, wenn Du Dich mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Vermutlich wären das reiselustig, organisiert (selbst meine Urlaube werden in Excel-Listen geplant :D) und empathisch.

Hast Du zwei Angewohnheiten, die Du mit uns teilen möchtest? Gerne auch buchig!

Entweder suchte ich ein Buch innerhalb von wenigen Tagen durch oder ich bleibe irgendwo stecken und es liegt monatelang auf meinem Nachttisch. Zum Schreiben brauche ich Musik, beim Lesen hingegen mag ich die Stille.

Was ist Deine liebste Jahreszeit und warum?

Obwohl ich selbst im Herbst geboren worden bin und meine Haut so hell ist, dass ich immer LSF 50 brauche, liebe ich den Sommer am meisten. Die langen Abende, an denen die Sonne so spät untergeht und man ohne Jacke draußen sitzen kann. Den Feierabend mit einem guten Buch am See verbringen und sich direkt wie im Urlaub fühlen. Sich die Hitze mit einer Kugel Eis versüßen u.v.m.

Welches Buch hat Deine Liebe zum Lesen geweckt?

Ich habe eigentlich schon immer gerne gelesen und habe mit so Klassikern wie Hanni und Nanni oder den Fünf Freunden gestartet. Irgendwann bin ich dann mehr in Richtung Fantasy abgebogen und habe natürlich auch Harry Potter geliebt (auch wenn das mittlerweile aufgrund der problematischen Autorin leider einen Schönheitsfleck hat) und was mir mit über 30 etwas peinlich ist, die Twilight-Reihe habe ich damals auch durchgesuchtet.

Bist Du eher ein Plotter oder Pantser? Wie sehr planst Du Deine Geschichte vor, bevor Du mit dem Schreiben beginnst?

Definitiv Plotter, du erinnerst dich an die Excel-Listen? 😀 Ich erstelle mir tatsächlich vorher einen Kapitelplan, damit ich weiß, was wann grob passiert. Das hat unter anderem auch den Vorteil, dass ich in der Geschichte springen kann, wenn ich mal mehr Lust auf ein anderes Thema habe. Ich lasse mir aber natürlich auch immer noch die Möglichkeit, etwas Neues einzubauen, wenn es sich richtig anfühlt oder ich das Gefühl habe, dass noch etwas fehlt.

Buch The Cat-Sitting Disaster von Nellie Weisz

Ein Kater zum Verlieben

June braucht dringend ein Dach über dem Kopf – und landet über eine House-Sitting-Plattform in einer luxuriösen New Yorker Wohnung. Der Deal klingt zu gut, um wahr zu sein: wohnen wie im Film, dafür Kater Romeo umsorgen und seinem ebenso fürsorglichen wie mysteriösen Besitzer Nick jeden Tag ein Update schicken.
Nick hat sich fest vorgenommen, auf Abstand zu bleiben. Zu viele alte Wunden – und viel zu wenig Platz für Gefühle in seinem Leben. Doch dann ploppen jeden Tag Junes Nachrichten auf: mal witzig, mal ehrlich, immer ein kleines bisschen zu nah … Stück für Stück reißen sie die Mauern ein, die Nick seit Jahren um sein Herz errichtet hat.

Schreibst Du Deine Geschichten eher auf Deinen Figuren basierend oder hast Du zuerst das Setting und fügst anschließend die Figuren hinzu?

Zuerst stehen die Figuren bzw. der Plot und dann überlege ich mir, welches Setting dazu passt. Im Fall von The Cat-Sitting Disaster mussten es auf jeden Fall zwei Großstädte sein, da June zum einen mit der Wohnungsnot zu kämpfen hat und Nick als Basketballspieler tätig ist. Zuerst hatte ich tatsächlich überlegt, aus Nick einen Sänger zu machen, aber Sportler hat am Ende besser gepasst und hier wollte ich eine Sportart, die nicht so oft in Büchern vorkommt.

Hast Du bestimmte Schreibrituale? Wie gestaltest Du Deinen Schreiballtag?

Ich schreibe meistens abends und dann am liebsten in einem gemütlichen Setting wie draußen im Garten mit Kerzenlicht oder eingekuschelt auf dem Sofa. Außerdem darf meine Playlist nicht fehlen, da ich je nach Szene gerne passende Musik höre.

Gibt es einen Tipp oder Rat, den Du schreibenden Menschen geben möchtest, die vielleicht gerade beginnen oder mit dem Schreiben hadern?

Sich zu trauen. Egal, ob es darum geht, Freunden oder Familie zu erzählen, dass man schreibt oder sich Testlesende zu suchen oder ein Exposé an einen Verlag oder eine Agentur zu senden.

Wie kamst Du auf die Idee zu „The Cat-Sitting Disaster“? Was hat Dich dazu inspiriert, diese Geschichte zu schreiben?

Ich mochte früher sehr gerne den Film „E-Mail für dich“, bei dem sich die Protagonisten via E-Mails ineinander verlieben, ohne zu wissen, wer der jeweils andere ist. Ich wollte diese Art von Kennenlernen gerne in ein etwas moderneres Setting übertragen und habe dann überlegt, in welchem Szenario sich so eine Liebe entwickeln könnte.

Was hat Dir beim Schreiben der Beziehung zwischen June und Nick besonders gefallen? Welche Eigenschaften magst Du an June und Nick besonders?

Nick ist einfach eine wandelnde Greenflag und ich liebe es, wie sehr er sich um June sorgt und mit welchen Gesten und Worten er ihr das zeigt. June wiederum ist einfach eine so herzensgute Person, die belastende Erfahrungen in der Vergangenheit machen musste und deshalb genauso einen liebevollen Partner wie Nick verdient hat. Der Kater Romeo ist dann noch die Kirsche auf der Sahne. 😉 Die Gespräche zwischen den beiden haben mir besonders viel Spaß gemacht.

Neben schönen, lustigen und sexy Szenen haben beide Figuren auch mit einigen Traumata zu kämpfen. Darf ich Dich fragen, warum Du Dich vor allem für die Themen Trauer und eine schwierige Mutterfigur entschieden hast?

Die Trauer war tatsächlich ein Bestandteil für den Plot. Ich habe nach einer Erklärung gesucht, warum Nick die Wohnung in New York überhaupt behält, obwohl er für ein Basketballteam in L.A. spielt. Außerdem erklärt sich so, warum Romeo Nick so sehr am Herzen liegt. Das Verhältnis zwischen June und ihrer Mutter ist genau gegensätzlich. Trotzdem haben beide etwas gemeinsam. Sowohl June als auch Nick mussten früh erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. June, weil ihre Eltern in ihren eigenen Welten gelebt haben. Nick, weil seine Mutter alleinerziehend war und viel arbeiten musste.

Wie viel lässt Du von Dir in Deine Figuren einfließen? Was ist Dir an Deinen Figuren besonders wichtig?

Weniger bestimmte Eigenschaften als meinen Humor. 😀 Ansonsten ist mir wichtig, dass meine Figuren vielschichtig sind und man ihre Handlungen nachvollziehen kann, selbst wenn man in der Situation selbst anders gehandelt hätte. Außerdem finde ich es wichtig, dass die Figuren eine Entwicklung im Laufe der Geschichte durchleben.

Was wünschst Du Dir, dass LeserInnen aus Deinem Buch mitnehmen?

Sich nicht von Fremden (vor allen Dingen aus dem Internet) einreden zu lassen, dass etwas mit einem nicht stimmt oder dass man weniger wert ist. Und dass man sich Menschen suchen sollte, die einen für die Person akzeptieren, die man ist. Innerlich und äußerlich, mit allen Ecken und Kanten. <3

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